Zum österreichischen Nationalfeiertag: „A Land zum Leb’n“, trotz Patriotismusvernaderern

MORGENWACHT

Von Deep Roots alias Lucifex, ursprünglich veröffentlicht am 26. Oktober 2014 auf As der Schwerter“. (Laut Rückmeldung meiner AdS-Kameraden nach der Originalveröffentlichung auf AdS sind manche der enthaltenen Videos von Deutschland aus nicht aufrufbar.)

Am Freitag, dem 24. Oktober 2014 erschien in der „Kronen-Zeitung“ eine Kolumne von Mathias Grilj, der mir schon länger als gutmenschelnder, feministischer Vielfaltspinsel verhasst ist. Titel: „Heimatkitsch? Und wie gern!“

Gleich im ersten Absatz lieferte Grilj eine Aussage, die meinem Frühstückskaffee beim Blutdrucksteigern geholfen hat und zum bevorstehenden Nationalfeiertag ungefähr so paßte wie Eselpisse zu Sachertorte:

„Bei jedem kollektiven Stolz kann ich nur den Kopf schütteln. Stolz kann man nur auf Leistung sein. Herkunft ist Zufall. Aber wenn du es hinkriegst, dass es Menschen, die dir lieb sind, gut geht, Frau und Kind und Alten und den anderen, dann sei gern stolz darauf! Wenn es dir gelingt, ein Mensch zu sein. Natürlich auch…

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Linke und rechte Österreich-Verächter

MORGENWACHT

Von Lucifex.

Vor knapp zwölf Jahren gab es in Österreich Empörung über ein Plakat der Grünalternativen Jugend (GAJ), auf dem in Abwandlung der Aufforderung „Nimm’s Sackerl für dein Gackerl“ (die sich auf die Entsorgung von Hundekot bezog) dazu aufgefordert wird, den eigenen Nationalismus und Patriotismus, symbolisiert durch einen am Boden liegenden Österreich-Umriß, mit einer österreichischen Flagge wie Hundekot aufzuheben und in einen Abfallkorb zu werfen. Botschaft: „Herrl und Frauerl müssen es endlich lernen: Nationalismus grenzt aus und tötet. Wer Österreich liebt, muss Scheiße sein!“

Ganz heuchlerisch warb dann aber vor drei Jahren der grüne Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen mit Botschaften wie „HEIMAT BRAUCHT ZUSAMMENHALT“:

Solche demonstrative Österreich-Verachtung des ideologisch expliziteren Randes bei gleichzeitigem heuchlerischem Hinweglügen durch die Parteiführung gibt es aber nicht nur am linken Rand des Parteienspektrums, sondern auch am rechten.

Da gibt es auch die FPÖ, die sich als „soziale Heimatpartei“ bezeichnet und mit Parolen wie…

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Der Schuss durch die Tasche

Hans-Jörg Signer bei unseren Versuchen mit Schüssen durch die Manteltasche.

Von Peter Ernst Grimm und Hans-Jörg Signer, aus Heft 7-1984 des „Schweizer Waffen-Magazins“.

In Filmen und Kriminalromanen gehört der Schuss durch die Mantel- oder Jackentasche zum Stamminventar. Doch wie funktioniert das in Wirklichkeit? Wir haben es ausprobiert.

Eine Erkenntnis: Die Szene, in welcher der Bösewicht sein Opfer mit ein paar Schüssen durch die Mantel- oder Veston- (zu deutsch: Jackett-, österreichisch: Sakko-)tasche abknallt und dann unauffällig weggeht, ist absoluter Blödsinn. Der Mantel oder Veston, durch dessen Tasche geschossen wurde, sieht nach dem Schuss aus, als ob der Besitzer sein Kleidungsstück aus einem Bärengraben zurückerobert hätte. Anstelle des erwarteten kalibergroßen Löchleins klafft nach einem einzigen Schuss ein handflächengroßes, mit heraushängenden Futter- und Einlagefetzen garniertes Loch im Gewand, das den Eindruck erweckt, dem Schützen wäre der Tascheninhalt explodiert.

Ein Schuss durch die Tasche eines Manchester-Vestons.

Um mit einem Schuss durch die Tasche zu treffen, muss man den Lauf zumindest in die Horizontale bringen und aus der Hüfte schießen. Das geht höchstens bei einem Schuss durch eine Vestontasche unauffällig. Probiert man es aus einer Manteltasche, sieht man aus wie ein Batman-Verschnitt, der zum Start die Flügel lüftet.

Die Möglichkeit, überhaupt durch die Tasche zu schießen, ist zum ersten durch das Verhältnis zwischen Taschen- und Waffengröße gegeben. Wir brachten es mit Revolvern bis zu 3“ Lauflänge und Pistolen bis zu Beretta-84-Größe (165 mm) fertig.

Revolver mit verdecktem oder innenliegendem Hahn funktionieren beim Schuss durch die Tasche am besten: S&W Bodyguard (6), S&W Chief’s Special mit Bianchi-Lightning-Griff (7), Colt Cobra mit Hammerhaube (8) und S&W Centennial (9).

Dass kurzläufige Revolver mit verdecktem oder innenliegendem Hahn (S&W Bodyguard, S&W Centennial, Colt Cobra mit Hammerhaube, S&W Chief’s Special mit hochgezogenem Bianchi-Griff) funktionieren würden, hatten wir erwartet. Irrig war dagegen die Annahme, dass Revolver mit freiliegendem Hahn besser abschneiden würden als Pistolen. Während sich beim getesteten Chief’s Special mit Normalgriff (Hahn freiliegend) der Hammer immer wieder im Taschenfutter verfing, so dass es reiner Zufall war, ob sich ein Schuss lösen würde oder nicht, ging bei den verwendeten DA-Pistolen (Walther PPK, Beretta 84) der erste Schuss mit Double-Action-Abzug jedesmal los, und manchmal konnte man sogar (hauptsächlich mit der PPK) das ganze Magazin aus der Tasche verschießen. Die kleineren, abgerundeten Hammer dieser Pistolen neigten – obwohl außenliegend – nicht dazu, sich zu verfangen. Vielleicht war es Zufall, doch sofern die Schußserie unterbrochen wurde, war es immer wegen verklemmter Hülsen im Auswurffenster, und einmal, weil sich das Futter der bereits recht zerschossenen Tasche im Auswurffenster geklemmt hatte und den Schlitten an der vollständigen Rückkehr in die Ausgangsstellung hinderte.

Typische Panne: Der Hahn eines Revolvers (nicht verdeckt) verfängt sich im Futter der Manteltasche.

Wir versuchten auch mit einer Single-Action-Pistole mit innenliegendem Hammer (AMT Back Up .380) aus der Tasche zu schießen. Das bedeutete natürlich, daß die Waffe durchgeladen, gespannt und gesichert im Sack getragen werden musste, was uns nicht gerade ungefährlich vorkam. Nach dem Entsichern löste sich immer nur der erste Schuss, dessen Hülse nie vollkommen ausgeworfen wurde. Das mag damit zusammenhängen, dass bei dieser Waffe der Hülsenauswurf nach oben erfolgt.

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Die Schlacht von Trafalgar… im Jahr 2009

Nelson: „Lassen Sie das Signal setzen, Hardy.”

Hardy: „Aye, aye Sir.”

Nelson: „Halt, das ist nicht das, was ich dem Signaloffizier diktiert habe. Was bedeutet das?”

Hardy: „Tut mir leid, Sir, Sie werden das lesen müssen.”

Nelson: (liest laut) „England erwartet, daß jede Person seine oder ihre Pflicht tut, ungeachtet der Rasse, des Geschlechts, sexueller Orientierung, religiöser Überzeugung oder Behinderung. –

Was für ein Firlefanz ist das, Hardy?”

Hardy: „Admiralitätspolitik, Sir. Wir sind jetzt ein chancengleichheitsbedachter Arbeitgeber. Wir hatten die größten Schwierigkeiten, England an den Zensoren vorbeizukriegen, daß es nicht als rassistisch erachtet wird.”

Nelson: Gadzooks, reichen Sie mir meine Pfeife und Tabak.”

Hardy: „Tut mir leid, Sir. Alle Marinefahrzeuge sind jetzt als rauchfreies Arbeitsumfeld ausgewiesen.”

Nelson: „In dem Fall, öffnen Sie die Rumration. Spleißen wir die Großbrasse, um die Männer vor der Schlacht zu stählen.”

Hardy: „Die Rumration ist abgeschafft worden, Admiral. Das gehört zur Politik der Regierung gegen das Kübelsaufen.”

Nelson: „Gütiger Himmel, Hardy. Ich schätze, wir machen besser weiter ………………… Volle Geschwindigkeit voraus.”

Hardy: „Ich denke, Sie werden herausfinden, daß in diesen Gewässern ein Tempolimit von 4 Knoten gilt.”

Nelson: „Verdammt, Mann! Wir stehen vor der größten Seeschlacht der Geschichte. Wir müssen schnellstens vorrücken. Meldung aus dem Krähennest, bitte.”

Hardy: „Das wird leider nicht möglich sein, Sir.”

Nelson: „Was?”

Hardy: „Die Abteilung Gesundheit und Sicherheit hat das Krähennest gesperrt, Sir. Kein Sicherheitsgeschirr, und sie sagten, daß Strickleitern nicht den Vorschriften entsprechen. Sie lassen keinen da rauf, solange kein ordentliches Gerüst aufgestellt werden kann.”

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Michael Hoffmans „They Were White & They Were Slaves“

MORGENWACHT

Von Spencer J. Quinn, übersetzt von Lucifex. Das Original Michael Hoffman’s They Were White & They Were Slaves erschien

Michael Hoffman
They Were White and They Were Slaves: The Untold History of the Enslavement of Whites in Early America
Dresden, New York: Wiswell Ruffin House

Ungefähr alle paar Jahre kommt ein Buch daher, das einem die Fundamente wegreißt und einen dazu bringt, so ziemlich alles wieder in Frage zu stellen. Für mich sind Kevin MacDonalds Culture of Critique und Alexander Solschenizyns Archipel Gulag zwei solche Bücher. Michael A. Hoffmans They Were White and They Were Slaves ist ein weiteres.

Ich erfuhr erstmals durch Jim Goad von diesem Buch, der von Greg Johnson für Counter-Currentsinterviewt wurde. Wenn ich mich richtig erinnere, diskutierte Goad seine etwas reservierte Haltung zum weißen Nationalismus und zitierte dieses Buch als entscheidende Zutat zu seiner einzigartigen und individualistischen Identität. „Ich mache keine Gruppenumarmungen“, erklärte…

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Test: Walther P 38

Trotz des relativ geringen Gewichts – die P 38 hat (in der Nachkriegsausführung) ein Leichtmetall-Griffstück – lässt sich die Pistole angenehm schießen.

Von Max Meinrad Krieg, aus Heft 2-1985 der „Schweizer Waffen-Magazins“.

Wenn Militär oder Polizei ihre alten Waffen verkaufen, so sind diese meistens nicht mehr zeitgemäß; sei es aus Kaliber- und/oder Systemgründen. Hie und da kommen aber auf diese Weise auch Waffen auf den Markt, die modernen Anforderungen noch weitgehend entsprechen, und dies zu interessanten Preisen. Im Zuge der Umrüstung der deutschen Polizeibehörden werden zurzeit im Waffenhandel größere Mengen von Walther-Pistolen P 38 günstig angeboten.

Die P 38 wurde von der Waffenfabrik Walther als Nachfolgerin der legendären Parabellumpistole für die deutsche Wehrmacht entwickelt und während des Zweiten Weltkrieges in großen Stückzahlen gefertigt. Nach dem Krieg konnte Walther die Produktion der P 38 im Jahre 1957 wieder aufnehmen. Sowohl die Bundeswehr als auch der Bundesgrenzschutz und gewisse Einheiten der Polizei führten sie dann unter der Bezeichnung P 1 als Dienstwaffe ein. Außerdem ist die P 38 immer noch offizielle militärische Ordonnanzpistole einiger Armeen und wird bei Walther in verschiedenen Versionen weiter hergestellt.

Während bei den frühen Modellen die Griffstücke aus Stahl gefertigt wurden, bestehen diese bei den Nachkriegswaffen P 1 aus Leichtmetall. Die Griffschalen der Dienstwaffen sind aus Kunststoff, es sind jedoch auch Waffen mit Holzgriffschalen erhältlich.

Als Rückstoßlader sind bei der P 38 im verriegelten Zustand Lauf und Verschluss durch einen Verriegelungsblock miteinander verbunden. Nach ca. 7 mm gemeinsamen Weges wird das Verriegelungsstück nach unten geschwenkt, worauf der Verschluss unter gleichzeitiger Zusammenpressung der beiden seitlichen Schließfedern seinen Rückweg allein fortsetzt. Der Vorteil dieser Verriegelungsart liegt darin, dass der Lauf nicht wie bei den meisten übrigen Systemen nach unten kippt, sondern immer in der Horizontalen bleibt. Das präzisionskritische Moment einer zu frühen Entriegelung entfällt somit.

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Tavernenrunde 2020-2

MORGENWACHT

Im Gastgarten der Morgenwacht-Taverne: meine Erntehelferin bringt frischgepflückte Pflaumen, größere als die Hauszwetschken in meinem eigenen Garten, von denen es heuer eine reiche Ernte gibt.

Und wieder eine neue Tavernenrunde… für den Rest dieses seltsamen Jahres.

Die Wiedergabe der Szene in der „Taverne zum Alten Phönix“ in Poul Andersons Fantasyroman „Ein Mittsommernachtssturm“ mit ihren Bezügen zu einem Internet-Treffpunkt für uns Counter-Jewhadis ist in der ursprünglichen Tavernenrunde 1 sowie etlichen späteren nachzulesen.

Interessante Diskussionsstränge aus früheren Tavernenrunden:

Tavernenrunde 2: Diskussion über AltLite, AltRight, Meme Magic, Trumpismus, Pepe the frog etc., ab diesem Kommentar von Luftpost

Tavernenrunde 3: Lange Diskussion über die Alt-Rightosphäre, Anglin, Daily Stormer, weev, „White Sharia“, das Feminismusproblem und das Mann-Frau-Verhältnis im weißen Abwehrkampf, ab diesem Kommentar von Luftpost

Tavernenrunde 5: Der Libertarianismus- und Elitismus-Austausch, ab diesem Kommentar von branfendigaidd

Tavernenrunde 6:

Der „Exo-Juden / Judeo-Aliens“-Austausch, ab diesem Kommentar von mir (als Deep Roots)

Der „Hopium“-Strang, ab diesem Kommentar

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Worauf es bei der Schießausbildung von Privatpersonen hauptsächlich ankommt

Von Marcel Geering, aus Heft 12-1990 des „Internationalen Waffenmagzins“.

Es ist erstaunlich, was unter dem Begriff „Verteidigungsschießen für Privatpersonen“ manchmal alles angeboten wird. Wir möchten hier festhalten, was für einen Verteidigungsschießkurs wirklich wesentlich ist.

Die Grundausbildung sollte mindestens folgende Elemente enthalten:

● Kenntnis der eigenen Waffe inklusive der vorhandenen Sicherungssysteme (automatische und mechanische);
● richtige Pflege und Aufbewahrung der Waffe;
● Kenntnisse über die zu verwendende Munition;
● richtige Handhabung der Waffe inklusive Nachladen und Behebung von Störungen;
● zweihändiges Schießen aus verschiedenen Stellungen und Distanzen bis ca. 15 Meter.

Neben diesen mehr technischen Elementen gehört unbedingt eine Einführung in die am Wohnort des Waffenbesitzers geltenden Vorschriften, sowohl bezüglich Waffenbesitz/Waffentragen als auch bezüglich des geltenden Notwehrrechtes. Gerade im letzten Punkt ist nach meiner Erfahrung das Wissen von Waffenbesitzern oft sehr dürftig. Vielfach werden Ansichten vertreten, die am Stammtisch oder in der Boulevardpresse aufgeschnappt wurden. Schlimm ist vor allem, daß solche „Informationen“ kritiklos von weiteren Personen übernommen werden.

Wir können im IWM zu dieser Problematik aus naheliegenden Gründen keine generellen Aussagen machen. Unsere Zeitschrift wird in mehreren Ländern gelesen, und die entsprechenden Vorschriften und gerichtlichen Auslegungen unterscheiden sich von Land zu Land ganz beträchtlich. Wir empfehlen allen Personen, die ihre Waffe zur Selbstverteidigung einsetzen wollen, sich z. B. bei einem Rechtsberater mit Spezialkenntnissen auf diesem Gebiet über die gültigen Vorschriften zu erkundigen. Die genaue Kenntnis der einschlägigen Vorschriften ist mindestens so wichtig wie eine gute Schießausbildung.

Zweihändig schießen

Die Schießausbildung hat in den letzten 20 Jahren große Fortschritte gemacht. Während früher praktisch nur der einhändige Präzisionsschuß mit Faustfeuerwaffen bekannt war, setzte sich die Erkenntnis durch, daß Präzisionsschießen allein eine denkbar schlechte Vorbereitung für den Einsatz von Faustfeuerwaffen im Ernstfall ist. Deshalb wird heute bei Polizei und Militär (auch) zweihändig geschossen.

Hier stoßen wir allerdings bereits auf das erste Ausbildungsproblem, das jeder Schütze für sich entscheiden muß. Für eine minimale Schießausbildung zur Selbstverteidigung ist einhändiges Präzisionsschießen nicht erforderlich. Hingegen ist es, von wenigen Ausnahmen abgesehen, so gut wie unmöglich, ein guter Schütze auf Distanzen über ca. 15 Meter zu werden, wenn man nie einhändiges Präzisionsschießen gelernt hat. Das für präzises Schießen nötige „Gefühl“ für den Abzug kann man sich praktisch nur beim einhändigen Präzisionsschießen aneignen.

Auf der anderen Seite erfordert die Ausbildung im einhändigen Schießen einen, je nach Begabung, mehr oder weniger großen Zeit- und Munitionsaufwand. Meine Empfehlung, basierend auf langjähriger Instruktionstätigkeit mit ganz verschiedenen Personengruppen, ist, wenn immer möglich bei jeder Schießübung etwas Zeit in einhändiges Präzisionsschießen zu investieren. Außerdem macht Präzisionsschießen in der Regel Spaß und gibt (Treff-)Sicherheit.

Der Aufbau einer Grundausbildungsübung sollte deshalb etwa so aussehen:

Präzision einhändig: 25 Meter 20 Schuß

Schnellschießen: 1 bis 7 Meter 40 Schuß

Parcours (diverse Stellungen): 10 bis 25 Meter 40 Schuß

Wird mit Kleinwaffen trainiert, können die Distanzen angemessen verringert werden.

Erfahrungsgemäß hat es für Anfänger keinen Sinn, pro Übung mehr als ca. 80 bis 100 Schuß zu verfeuern. Die Konzentration läßt nach dieser Schußzahl meist rapide nach. Der Ausbildungserfolg hängt nicht von möglichst großen Schußzahlen, sondern vom konzentrierten Üben ab. Deshalb sollte eine Lektion für Anfänger auch nicht mehr als 1 bis 2 Stunden dauern.

Schnell erreichbares Ausbildungsziel

Auf diese Weise kann mit Personen, die keine Vorkenntnisse im Faustfeuerwaffenschießen haben, in 5 bis 8 Übungen ein Standard erreicht werden, der für private Selbstverteidigung genügt. Neben diesen Grundkenntnissen sollte, vor allem für Pistolenschützen, von Anfang an die Behebung von technischen Störungen trainiert werden. Hier wurden (und werden), insbesondere bei der Ausbildung von Behördenmitgliedern, Fehler gemacht, die für den Schützen im Ernstfall gravierende Folgen haben können.

Es gibt Trainingsrichtlinien, die allen Ernstes vom Schützen verlangen, daß er bei einer Störung die Hand hochhält, etc., und so den Schießleiter auf seine Störung aufmerksam macht. Die Störung wird dann oft vom Schießleiter selbst behoben! Es braucht wenig Fantasie, um sich die Folgen einer solchen Ausbildung im Ernstfall vorzustellen!

Moderne Faustfeuerwaffen funktionieren bei richtiger Pflege weitgehend störungsfrei. Leider können, wie bei allen mechanischen Geräten, trotzdem hie und da Störungen auftreten. Die Ursache der Störung kann auch eine Fehlmanipulation des Schützen sein. Beim sportlichen Combatschießen und erst recht beim Verteidigungsschießen muß der Schütze in der Lage sein, eine Störung sofort zu erkennen und zu beheben. Bei richtiger Instruktion und entsprechender Übung ist dies meistens in Sekundenschnelle möglich.

Wichtig: Wie man Störungen behebt.

In der Fachliteratur erscheinen mit schöner Regelmäßigkeit Artikel, die sich mit der Funktionssicherheit von Faustfeuerwaffen auseinandersetzen. Sehr oft wird behauptet, ein Revolver sei weniger störungsanfällig als eine Pistole. Bei gleicher Qualität der verglichenen Waffen ist dies weitgehend ein Unsinn. Wahr ist hingegen, daß bei der Pistole, aus Gründen der komplizierten Technik, mehr Möglichkeiten für Störungen bestehen. Bei schlechter Pflege und nachlässiger Bedienung ist deshalb die Aussage, ein Revolver sei sicherer, mehr oder weniger richtig.

Das richtige Vorgehen bei der Behebung einer Störung hängt weitgehend vom verwendeten Waffentyp und –modell ab.

Einige Grundregeln:

Revolver: Fällt kein Schuß, immer sofort nochmals abdrücken. Fällt wiederum kein Schuß, ist die naheliegendste Möglichkeit, daß die Waffe leergeschossen ist. Deshalb sofort nachladen. Funktioniert die Waffe weiterhin nicht, kann z. B. der Zündstift gebrochen sein. Hier hilft nur noch eine genaue technische Kontrolle.

Lässt sich die Trommel über den Abzug nicht mehr weiterdrehen, kann im Notfall oft mit mehr oder weniger Gewalt von Hand nachgeholfen werden. Diese Technik muß jedoch geübt werden.

Pistolen: Bei modernen Spannabzugspistolen sollte man stets ein zweites Mal abdrücken, falls beim ersten Mal kein Schuß fällt. Die nächste Manipulation ist eine Ladebewegung. Dabei muß die Pistole auf den Kopf gestellt werden. Verklemmte Hülsen oder Patronen können nur so herausfallen.

Funktioniert die Waffe immer noch nicht, muß das Magazin entfernt und mehrere Ladebewegungen gemacht werden. Wenn möglich kontrollieren, ob sich eine Hülse oder Patrone vor oder im Patronenlager verklemmt hat. Anschließend, falls vorhanden, Ersatzmagazin einsetzen und weiterschießen. Grund der Störung könnte vor allem ein beschädigtes Magazin sein!

Bei sämtlichen Störungen im Schießstand kommt die Sicherheit des Schützen und seiner Umgebung vor der schnellstmöglichen Behebung einer tatsächlichen oder vermeintlichen Störung. Aus der Praxis wissen wir, daß sehr viele Schützen beim Auftreten einer Störung in eine Streßsituation geraten und die minimalsten Vorsichtsmaßnahmen vergessen. Die typischste, meistgesehene Reaktion, ob Sie es glauben oder nicht, ist das erstaunte Betrachten der Waffe, wobei diese fast immer in eine unsichere Richtung gehalten wird; sehr oft wird der Lauf auf den eigenen Körper oder auf denjenigen des Nachbarn gerichtet! Die Ursache der „Störung“ ist in solchen Fällen zu über 50 %, daß entweder die Waffe nicht entsichert wurde oder der Abzug nach dem vorangegangenen Schuß nicht ganz losgelassen wurde. Sie können sich leicht ausmalen, was bei einer solchen „Störungsbehebung“ passieren kann! In einem späteren Beitrag wollen wir uns mit einigen denkbaren Szenarien der privaten Selbstverteidigung befassen und uns überlegen, welche Spezialkenntnisse zur Bewältigung notwendig sind.

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Was leisten Kleinkaliberpatronen?

Die getesteten Kleinkaliberpatronen, von links nach rechts: Eley Standard, Remington Standard, RWS Match, RWS High Velocity (HP), Winchester Super (HP), CCI Stinger (HP), Remington Yellow Jacket (HP), Winchester Xpediter (HP)

Von Marcel Geering, aus Heft 10-1984 des „Schweizer Waffen-Magazins“.

Bei der Bezeichnung von 22er Randfeuerpatronen herrscht einige Verwirrung. Im schweizerischen Sprachgebrauch werden Kleinkaliberpatronen im allgemeinen als „Flobertpatronen“ bezeichnet. Das ist aber falsch. Daher zuerst ein paar kurze Anmerkungen zur Geschichte der Kleinkaliberpatronen.

Erfinder der KK-Patronen ist ein Franzose, Nicholas Flobert (1819 – 1894), der 1845 eine 6-mm-Randfeuerpatrone mit Rundkugelgeschoss patentieren ließ. Diese Patrone wurde in der Folge in kleinen Pistolen und Gewehren, hauptsächlich in Schießbuden, verwendet. Sie wird heute noch gefertigt unter der Bezeichnung Flobert-Rundkugelpatrone.

Durch Verlängerung der Hülse und Beifügung einer Treibladung wurde aus der Flobert-Patrone die Patrone .22 short, welche u. a. im S&W-Revolver Mod. I (1857) Verwendung fand.

.22 long rifle

Um 1888 kam bereits die Patrone .22 long rifle oder auf deutsch .22 lfB (lang für Büchse) auf den Markt. Als erste produzierte die Firma Remington 1930 eine Hochgeschwindigkeitspatrone .22 LR HV (Long Rifle High Velocity).

1959 kam die Winchester Rimfire Magnum dazu, die bei weitem stärkste .22er-Randfeuerpatrone. Sie wird hauptsächlich von Jägern für den Abschuss von Kleinwild verwendet und soll im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht näher behandelt werden.

Als letzte Entwicklung auf dem Gebiet der Kleinkaliberpatronen kam 1977 die CCI-Stinger-Patrone auf den Markt. In der Gesamtlänge entspricht sie der .22 LR. Die Hülse ist rund 2 mm länger, das Geschoss dafür etwas kürzer und leichter. Gemäß Fabrikangaben soll sie eine um ca. 25 % höhere Geschoßgeschwindigkeit und ca. 20 % mehr Energie als die .22 LR-Hochgeschwindigkeitspatronen bringen. Remington und Winchester folgten mit ähnlichen Entwicklungen (Yellow Jacket und Xpediter), wobei das Winchesterprodukt bereits wieder aus dem Sortiment genommen wurde.

Die oben erwähnten Patronen sind heute im Fachhandel erhältlich. Im Verlaufe der Zeit sind aber noch weitere .22er-Randfeuerpatronen entwickelt worden. Im Buch „Cartridges of the World“ von Frank Barnes, aus welchem die aufgeführten geschichtlichen Daten stammen, sind  elf verschiedene .22er-Randfeuerpatronen aufgeführt.

Die Auswahl der für die nachfolgenden Tests verwendeten Patronen bereitete einiges Kopfzerbrechen. Alle Fabrikate in allen Ausführungen konnten beim besten Willen nicht getestet werden. Falls Sie deshalb Ihre bevorzugte Patrone nicht aufgelistet finden, heißt dies keineswegs, dass diese schlechter als andere ist. Berücksichtigt wurden bei der Auswahl hauptsächlich Patronen, die in größeren Fachgeschäften stets auf Lager sind.

Bei der Auswahl der Testwaffen wurde darauf geachtet, dass alle üblichen Lauflängen vertreten sind. Die Geschoßgeschwindigkeit wurde auf eine mittlere Distanz von 3 Metern mit 10-Schuss-Serien ermittelt. Zum Präzisionstest wurden mit allen Patronen 10-Schuss-Schussbilder auf 25 Meter mit einer Pistole Ruger Mk 1 ab Schießmaschine geschossen.

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Ab in den Keller! Einlagern von Obst und Gemüse

MORGENWACHT

Von Silvia Pfaffenwimmer, aus „Servus in Stadt & Land“, Ausgabe Oktober 2014.

Früher war Einlagern die einzige Möglichkeit, um auch im Winter an frisches Obst und Gemüse zu kommen. Und auch heute gilt: Wohl dem, der im Herbst einen gut mit Vitaminen gefüllten Erdkeller hat.

Eine Kindheitserinnerung: In den Lehm geschlagene Ziegel, der Geruch nach feuchter Erde. Karotten, Sellerie und Petersilie stecken ihre Köpfe vorwitzig aus dem Sand. Auf hölzernen Pritschen lagern Kraut und Kohl, Birnen und Äpfel. Draußen friert es Stein und Bein, drinnen in der Küche wartet die Mutter, dass die Tochter nicht länger im Keller herumtrödelt und endlich das Gemüse für die Suppe bringt.

Jahre sind seitdem ins Land gegangen. Und nur mehr wenige Häuser verfügen heute über einen naturbelassenen Erdkeller. Mit der Tiefkühltruhe und dem „Wir haben immer alles“ der Supermärkte geriet diese Methode der Lagerhaltung zunehmend ins Abseits. „Dabei ist Einlagern die älteste, einfachste…

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