Feuerfall (12): Zwischen Abend- und Morgendämmerung

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 12 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6, (3) Puffy & Jack, (4) Nesträuber, (5) Nach Thumbnail Gulch, (6): Zur Welt der hundert Meere, (7) Höllenkurtisane, (8) Ungestutzte Flügel, (9) Im Trident Sietch, (10) Über das Meer und (11) Glasscherben am Strand.

Kapitel 12:   ZWISCHEN  A B E N D –  UND  MORGENDÄMMERUNG

Es hatte zu schneien aufgehört, als wir in Towopol auf Nayotakins Nordkontinent Pakarran landeten. Die Sonne war schon seit drei Stunden untergegangen, aber die spektakuläre Wölbung von Karendrus Nordkalotte, die an ihrer fast unveränderlichen Position über den Horizont ragte, erhellte die Polarnacht mit ihrem Widerschein.

Von dem Landeplatz, den wir für die Dreamspider gefunden hatten, war es nur ein kurzer Fußmarsch bis zum Eingang des Veranstaltungszentrums. Der frisch gefallene Schnee war noch nicht geräumt worden, daher half ich meiner Begleiterin in ihren hochhackigen Schuhen über die Stufe zum Eingangsvorplatz. Ein paar Ballbesucher standen dort mit ihren Leibwächtern und grüßten uns beiläufig, als wir an ihnen vorbei hineingingen. Einer davon kam mir bekannt vor, aber ich wußte nicht, wo ich ihn hintun sollte.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Feuerfall (11): Glasscherben am Strand

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 11 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6, (3) Puffy & Jack, (4) Nesträuber, (5) Nach Thumbnail Gulch, (6) Zur Welt der hundert Meere, (7) Höllenkurtisane, (8) Ungestutzte Flügel, (9): Im Trident Sietch und (10) Über das Meer.

Kapitel 11:   G L A S S C H E R B E N   A M   S T R A N D

Gut zwei Monate nach jenem ersten Strandaufenthalt mit Julani auf Chakarionn war ich wieder mit ihr an einem Strand, und die Situation hatte sich sehr verändert. Ich war seit acht Tagen wieder auf dieser Welt, nachdem ich über Weihnachten und Neujahr allein zur Erde zurückgekehrt war, während Julani ihrer Schwester in deren Urlaub Gesellschaft leisten wollte. Zwei Tage nach Lilandris Treffen mit Frido und mir war ich in der Jeannie ohne Zwischenaufenthalte durch die Wurmlochkette nach Chakarionn geflogen.

Nun standen wir über dem Strand hinter dem Raumhafen von Asriyai, jenseits dessen wir die Lichter um die Seehafenbucht der Stadt sahen, und darüber die blasse Kugel von Skuld auf ihrem planetennächsten Bahnabschnitt. Es war kurz vor Mitternacht, und Tiharonn stand schon hoch am Himmel und beleuchtete die von Bäumen umstandene Flußmündung, über der Dunstschwaden trieben. Die Geräusche des Raumhafenbetriebs und der Stadt drangen als leises Klanggemisch zu uns.

„Gehen wir zum Strand hinunter“, schlug ich vor.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Feuerfall (10): Über das Meer

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 10 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6, (3) Puffy & Jack, (4) Nesträuber, (5) Nach Thumbnail Gulch, (6) Zur Welt der hundert Meere, (7) Höllenkurtisane, (8) Ungestutzte Flügel und (9) Im Trident Sietch.

Kapitel 10:   Ü B E R   D A S   M E E R

Die Abenddämmerung sank über das Mündungsdelta des Yanhiflusses, und wie immer in diesem Längengradbereich von Nayotakin war es eine doppelte Abenddämmerung, da sie mit einer beginnenden Sonnenfinsternis zusammenfiel. Die bereits tief im Westen niedergehende Sonne begann hinter dem riesigen Rund von Karendru zu verschwinden, das sich hinter dem hohen Kyolandickicht zu meiner Linken über den Horizont wölbte, und ihr Licht ließ die obere Atmosphäre des Planeten als dünnen, rötlich glühenden Bogen erscheinen und wurde auf dem flachen Weg durch die Lufthülle seines Mondes ein zweites Mal gefiltert. In den nächsten zwei Stunden würde das Rot des Himmels immer tiefer und dunkler werden, bis die Sonne – unterhalb des Horizonts – auf der anderen Seite von Karendru wieder hervorkam und keinen roten Lichtring mehr um den Planeten erzeugte. Erst dann würde es bis zum Aufgang von Yuryul etwa eine Stunde nach Mitternacht richtig dunkel sein. Bis dahin würden wir jedoch nicht mehr hier sein.

Ich saß am Ufer der Warft, auf der die hiesige Shomhainar-Aufsichtsdienststelle errichtet worden war, badete meine bloßen Füße im kühlen Wasser und schaute über den stillen Mündungsarm zu den Bauten der Shuyaan hinüber, die wie spitze, gespaltene Eier auf der langgestreckten Insel jenseits davon standen. Mit der abendlichen Abkühlung des Landes war der Seewind eingeschlafen, und die Segel der Eingeborenenboote vor mir hingen schlaff an ihren schrägen Rahen. Ihre Insassen ließen sich von der schwachen Flußströmung und der Ebbe treiben und warteten auf den ablandigen Wind, mit dem sie beim nächtlichen Fischfang segeln würden, bis es Zeit war, mit der Mitternachtsflut wieder heimzukehren.

Hier auf Myorau, einem Kontinent im Süden der nachlaufenden Hemisphäre von Nayotakin, ist das Land- und Süßwasserleben fast gänzlich irdischen Ursprungs. Zu der Zeit, als vor sieben Jahrtausenden die ersten Menschen mit den Lwaong auf diese Welt gekommen waren, war gerade eine Eiszeit zu Ende gegangen, in der das von Yuryul stammende Leben auf Myorau durch die Gesamtvereisung des Kontinents zugrunde gegangen war. Nur die an Brackwasser angepaßten yuryulischen Kyolanpflanzen, die wie riesige Schwiegermutterzungen um mich herum aufragten und deren Keimlinge sich mit Meeresströmungen treibend verbreiten können, hatten die Küstensümpfe und Flußmündungen schon wieder besiedelt. Sie waren von den Menschen geduldet worden, weil sie wie Mangroven die Küsten schützen und der sich zwischen ihnen ablagernde Sand und Schlick neues Land bildet. Überall sonst, auch in Binnengewässern, hatte man irdische Lebensformen angesiedelt, und nach dem Untergang der Lwaong-Zivilisation waren die Menschen wieder in primitivere Kulturstufen zurückgefallen und zu neuen Völkern geworden. Erst nachdem die Galaktische Zivilisation sich ab der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wieder für die Erde zu interessieren begonnen hatte, waren auf Nayotakin vereinzelte Ansiedlungen von Galciv-Spezies entstanden, so wie die kleine Proto-Kolonie der Shuyaan hier am Yanhi. Und das hatte wiederum die Präsenz von Shomhainar nach sich gezogen, die Bauten wie jene hinter mir errichtet hatten: einen Touristenstützpunkt mit Hotels, eine Forschungsbasis, eine Stelle für die Rekrutierung von Eingeborenen in ihren Dienst und die spitze Pyramide der Aufsichtsbehörde, vor der die Jeannie gerade parkte.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Feuerfall (9): Im Trident Sietch

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 9 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6, (3) Puffy & Jack, (4) Nesträuber, (5) Nach Thumbnail Gulch, (6) Zur Welt der hundert Meere, (7) Höllenkurtisane und (8) Ungestutzte Flügel.

Kapitel 9:   I M   T R I D E N T   S I E T C H

Yuryul stand schon ein Stück über dem Osthorizont, als wir über ein zerklüftetes Plateau hinweg die Gipswüste erreichten und vor uns die bleichen Felsformationen sahen, in die der Trident Sietch hineingebaut worden war. Während die Dreamspider zu der privaten Landeterrasse hinter dem linken Gipfel schwebte, setzte ich gemäß der Anweisung ihrer Besitzerin vor dem Vorbau an der mittleren Zinne auf. Wir stiegen aus und gingen zum Eingang, der sich in einer Nische am Fuß des Anbaus hinter einem davor gepflanzten Baum befand. Dabei schwebte eine kleine Kameradrohne hinter uns her, die uns vereinbarungsgemäß als unsere Absicherungszeugin ins Innere folgen würde.

Frido und Björn waren an diesem Morgen mit Nouris gestartet, um am Raumhafen von Venayon die Fluggäste für die Rückreise zu empfangen. Da es für unseren Abflug zum Sietch noch zu früh gewesen war, hatten Julani und ich uns nach dem Frühstück auf die ostseitige Dachterrassenbrüstung von Majerdun gesetzt und zugeschaut, wie Yuryul, an dem Nayotakin gerade auf der Innenbahn vorbeizog, über den fernen Dünenwellen aufging. Achtmal so groß wie Luna von der Erde aus gesehen, wanderte die Nachbarwelt als bleiche Sichel ohne deutliche Oberflächenmerkmale am Himmel höher, und da wir uns südlich des Äquators befanden, hatte sich der für mich ungewohnte Anblick geboten, daß sie wie die Sonne nach rechts oben stieg. Wir hatten nicht viel geredet, und Julani war mir ebenso nachdenklich erschienen wie ich. Ein leichter Ostwind hatte mit ihrem Haar gespielt, und die Morgensonne hatte auf den Ärmeln ihrer Uniform geglitzert, die beim Treffen ihren Status als neutrale Amtsperson unterstreichen sollte. Ich hatte dagegen eine legere Hemd-Hose Kombi aus schwarzem Denim angezogen. So hatten wir nebeneinander dagesessen, bis es Zeit zum Aufbruch gewesen war.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Feuerfall (8): Ungestutzte Flügel

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 8 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6, (3) Puffy & Jack, (4) Nesträuber, (5) Nach Thumbnail Gulch, (6) Zur Welt der hundert Meere und (7) Höllenkurtisane.

Kapitel 8:   U N G E S T U T Z T E   F L Ü G E L

Weit über den Wolken des Riesenplaneten Karendru fielen wir in unserem Beiboot auf seinen Mond Nayotakin zu. Im Zentrum des Kontinents Lellai sahen wir schon die Kyurui-Wüste, in der das Treffen mit der Runde um Lorimar stattfinden sollte. Für uns war es Morgen, aber dort unten war es schon fast Mittag. Nayotakins etwas kleinerer Nachbarmond Yuryul befand sich gerade jenseits von Karendru, und die Schatten des innersten Mondes Kyoarin und des äußersten Mondes Niakird zeichneten sich auf der Wolkenhülle des Planeten ab.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Feuerfall (7): Höllenkurtisane

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 7 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6, (3) Puffy & Jack, (4) Nesträuber, (5) Nach Thumbnail Gulch und (6) Zur Welt der hundert Meere.

Kapitel 7:   H Ö L L E N K U R T I S A N E

Gleich nach der Ankunft im Doppelsternsystem HD 101930 gingen wir in den Tiefflug über der Eis- und Felslandschaft von Sihiakk über, an dessen Südpol sich das Wurmlochportal befand, durch das wir gerade gekommen waren. Über den schroffen Bergen am nahen Horizont sahen wir den beringten Gasplaneten Cerron, von dem der ehemalige Zwergplanet Sihiakk vor langer Zeit als äußerster Mond eingefangen worden war. Wir saßen zu viert im Cockpit der Jeannie, die von Julani pilotiert wurde, und betrachteten die bizarre Szenerie, die im Licht der K1-Sonne Harann unter uns hindurchrollte. Während Cerron vor uns höher stieg, überflogen wir ein gelandetes kleines Kugelraumschiff und sahen gleich darauf zwei Menschen in Raumanzügen, die dort herumwanderten.

Rechts von Cerron stand der Mond Seyouinn, ab dessen Nordpolregion die Wurmlochroute zur vierhundert Lichtjahre entfernten Ursprungswelt der Arrinyi führt, denen das Harann-System gehört. Zu jenem Portal flog gerade Nouris, um dort auf uns und Björn zu warten. Wir beschleunigten nun ebenfalls aus Sihiakks extrem dünner Atmosphäre in den Weltraum hinaus, steuerten jedoch eine Gegend nahe von Seyouinns fünfundsiebzigstem südlichen Breitengrad an, wo eines der kilometergroßen Wurmlochportale installiert ist, durch die Wassermassen aus dem eisbedeckten Ozean sowie Atmosphärengase zum nächstinneren und größten Mond Sanorr strömen. Diese venusgroße Welt, die sich gerade jenseits von Cerron befand, war wegen ihrer Masse und Rotationsdauer für die gerade laufende Arrinoformierung ausgewählt worden.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Feuerfall (6): Zur Welt der hundert Meere

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 6 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6, (3) Puffy & Jack, (4) Nesträuber und (5) Nach Thumbnail Gulch.

Kapitel 6:   Z U R   W E L T   D E R   H U N D E R T   M E E R E

Nach sechstägiger Reise erreichten wir Hektalassas Riesenmond Zirdak über die Wurmloch-Nebenroute, die von Kyerak dorthin führt, und flogen mit der Jeannie zum nahen Planeten. Nouris fiel zurück, da sie in einem Parkorbit auf unsere Rückkehr warten sollte. Wir saßen im Aufenthaltsraum beim Frühstück und betrachteten auf dem Konsolenbildschirm die kleinteilig in Land- und Wasserflächen gegliederte junge Welt, deren viele Landschollen noch keine Zeit gehabt hatten, sich zu ersten Kontinenten zusammenzuschieben. Der Beiname „Welt der hundert Meere“, von dem sich ihr Earthin-Name Hektalassa ableitet, mag übertrieben sein oder auch nicht, je nachdem, wie viele der Inselzwischenräume und wassergefüllten Krater man als Meere gelten läßt.

Zur Zeit unserer Ankunft näherte Hektalassa sich gerade dem sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Umlaufbahn, den es in zwei Erdenmonaten erreichen würde. Durch die geringe Neigung der Rotationsachse war nun überall Frühling, und der letzte Schnee in den Polargebieten war geschmolzen. Davon würde es selbst im Winter des elf Erdenmonate langen Jahres mit den vom Sonnenabstand bestimmten Jahreszeiten nicht viel geben, bedingt durch die niedrige Topographie und das überall maritime Klima sowie die Wärme, die vom heißen Mantel durch die noch dünne Kruste dringt.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Feuerfall (5): Nach Thumbnail Gulch

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 5 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6, (3) Puffy & Jack und (4) Nesträuber.

Kapitel 5:   N A C H   T H U M B N A I L   G U L C H

Aus dem Wurmlochportal auf dem innersten Mond Hoori kommend, passierten wir die Shomhainar-Orbitalstation über Ryūjin, dem dritten Planeten von 66 G. Centauri, und näherten uns dem tiefsten Punkt unseres Orbits, während vor uns der zweitinnerste Mond Otohime aufging. Unter uns zog eine Inselkette vorbei, die gerade von den Xhankh kolonisiert wurde. Die Namen für diese Wasserwelt und ihre Monde stammten jedoch von einer Population von Japanern, die von der Galciv ab den Sechzigern auf Inseln weiter nördlich in dem weltumspannenden Ozean angesiedelt worden waren. Diese Japanerkolonie war für die Shomhainar ebenso wie später auf Ryūjin gegründete Kolonien aus anderen nichtweißen Ethnien eine Rekrutierungsbasis für Erdagenten. Wahrscheinlich würden Menschen von Ryūjin auch wichtige Verbindungspositionen einnehmen, falls es zur Aufnahme der Erde in die Galciv kam, dachte ich, als ich die blaue Weite auf dem Konsolenbildschirm der Jeannie betrachtete.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Feuerfall (4): Nesträuber

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 4 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm, (2) Babylon 6 und (3) Puffy & Jack.

Kapitel 4:  N E S T R Ä U B E R

Neunundzwanzig Tage nach unserer Rückkehr zur Erde waren wir wieder dreißig Lichtjahre von zu Hause entfernt und flogen langsamer werdend im Sublichtwarp auf Kyeraks Sonne Gamma Pavonis zu. Wir waren weit genug draußen aus unserer Überlicht-Warpblase aufgetaucht, daß die Hitze, die wir nach dieser energieintensiven Betriebsart noch abstrahlten, nicht von den Sensoren ziviler Raumschiffe wie der Jeannie geortet werden konnte, falls diese sich gerade im Orbitalraum von Kyerak befand. Bei der Shomhainar-Raumflugkontrolle hatten wir uns jedoch angemeldet, um keinen behördlichen Argwohn wegen unseres heimlichen Anflugs zu erwecken.

An diesem Tag sollten die Kremsers wieder in ihrer Villa Falkenhorst sein, wie Emsoka uns zwölf Tage zuvor in seiner Mitteilung über den Beginn ihre Rückreise informiert hatte. Da wir schon alle nötigen Vorbereitungen getroffen hatten, waren Frido und ich so zeitgerecht losgeflogen, daß wir am Morgen dieses Tages nach Ortszeit des Kontinents Dhrrisstho über Kyerak eintreffen und Talitha und György wahrscheinlich um ein paar Stunden zuvorkommen würden.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Feuerfall (3): Puffy & Jack

Ein Science-Fiction-Roman aus dem Galciv-Universum, von Deep Roots alias Lucifex. Dies ist Kapitel 3 von 17, und es gibt zur Begriffs- und Hintergrunderläuterung auch das Glossar zum „Galciv“-Kosmos.

Zuvor erschienen: (1) Reiter auf dem Sturm und (2) Babylon 6.

Kapitel 3:  P U F F Y   &   J A C K

Sieben Tage später entschwand die Supererde von Epsilon Indi hinter uns, nachdem wir durch das Wurmloch gekommen und systemauswärts geflogen waren, statt die nächste Wurmlochetappe nach Proxima zu nehmen. Im Tiefflug rasten wir am äußersten Mond vorbei und beschleunigten weiter, um auf Warpstartdistanz zum Planeten zu kommen.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Deep Roots, Lucifex | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen