Das geborstene Schwert (3): Nach Trollheim

Boris Vallejo The Broken Sword 1971

Boris Vallejo, „The Broken Sword“, 1971

Dies ist Poul Andersons allererster Roman, der 1954 erstmals veröffentlicht wurde und hier in der von ihm 1971 überarbeiteten Fassung, in der 1987 erschienenen deutschen Übersetzung von Rosemarie Hundertmarck vorliegt. Siehe dazu „Der Zauber des Nordens“: Einleitungen zu „Das geborstene Schwert“!

Zuvor erschienen:

Das geborstene Schwert (1): Skaflocs Geburt und Jugend
Das geborstene Schwert (2): Valgard

X

Für den Überfall auf Trollheim wurde eine große Streitmacht aufgeboten. Fünfzig Langschiffe wurden mit den besten Kriegern aus Britanniens Elfen bemannt und von Imric und seinen weisesten Zauberern mit magischen Sprüchen verhüllt und geschützt. Unter diesem Zauber konnten sie ungesehen bis in die Fjorde des Trollreichs in Finnmark segeln; wie tief sie danach ins Inland vorstoßen würden, hing davon ab, auf welchen Widerstand sie trafen. Skafloc hoffte, bis in Illredes eigene Halle zu kommen, und den Kopf des Königs zurückzubringen. Er brannte darauf, aufzubrechen.

„Sei nicht tollkühn“, mahnte Imric ihn. „Töte und brenne, aber verliere keine Männer auf bloßen Abenteuern. Von größerem Wert ist es, daß du einen Überblick über ihre Stärke erhältst, als daß du Tausende von ihnen vernichtest.“

„Wir werden beides tun“, lachte Skafloc. Er war ruhelos wie ein junger Hengst, die Augen leuchteten, das lohfarbene Haar lockte sich unter seinem Stirnband.

„Ich weiß nicht – ich weiß nicht.“ Imric blickte ernst drein. „Irgendwie habe ich das Gefühl, daß diese Fahrt nichts Gutes bringen wird, und am liebsten möchte ich sie absagen.“

„Wenn du das tust, werden wir trotzdem gehen“, sagte Skafloc.

„Aye, dann geh. Ich kann mich auch täuschen. Geh, und das Glück sei mit dir.“

Abends gleich nach Sonnenuntergang schifften die Krieger sich ein. Der eben noch volle Mond warf Silberlicht und Schatten auf die Höhen und Täler der Elfenhügel, auf den Strand, auf die Wolken, die ein heulender Wind nach Osten trieb. Das Mondlicht berührte die weißmähnigen Wellen, die auf den Felsen brausten und schäumten. Es schimmerte auf Waffen und Rüstungen der Elfenkrieger, und die schwarzweißen Langschiffe, die auf das Ufer gezogen waren, schienen nur aus Schatten und Lichtflecken zu bestehen.

Skafloc war in einen Umhang gehüllt, der Wind zauste sein Haar. Er wartete auf die letzten seiner Männer. Lia, bloß im Mondlicht, mit ihrem wolkengleichen Haar und ihren leuchtenden Augen, trat zu ihm.

„Ich freue mich, dich zu sehen!“ rief Skafloc. „Sag mir Lebewohl, und sing mir ein Lied für mein Glück.“

„Ich kann dir nicht richtig Glück wünschen, weil ich nicht zu nahe an deine eiserne Rüstung kommen darf“, antwortete sie mit der Stimme, die wie eine Brise und plätscherndes Wasser und von weit her läutende Glöckchen klang. „Und ich habe das Gefühl, daß mein Zauber gegen das dir drohende Schicksal nichts ausrichten wird.“ Ihre Augen suchten die seinen. „Ich weiß ganz sicher, daß du in eine Falle läufst, und bei der Milch, die ich dem Kind, und den Küssen, die ich dem Mann gegeben habe, bitte ich dich, dieses eine Mal zu Hause zu bleiben.“

„Das wäre eine großartige Tat für den Anführer einer Truppe, die den Kopf des Feindes zurückbringen mag“, sagte Skafloc zornig. „Etwas so Schändliches würde ich für niemanden tun.“

„Aye – aye.“ Tränen schimmerten in Lias Augen. „Die Menschen, deren Leben doch so grausam kurz ist, eilen dessen ungeachtet in ihrer Jugend in den Tod, als gehe es in die Arme eines Mädchens. Vor wenigen Jahren habe ich dich gewiegt, Skafloc, vor wenigen Monaten habe ich in den hellen Sommernächten bei dir gelegen, und für mich, die Unsterbliche, ist das eine kaum länger her als das andere. Und mit gleicher Schnelligkeit rückt der Tag näher, an dem dein zerfleischter Körper auf die Raben warten wird. Ich werde dich niemals vergessen Skafloc, aber ich fürchte, ich habe dich zum letztenmal geküßt.“

Und sie sang:

Seewärts bläst der Wind heut nacht,
singt ums Haus ein Lied ganz leise,
und der Krieger ist erwacht,
denkt an nichts mehr als die Reise.
Frau und Kind und Heim und Herd
wollen ihn zum Bleiben zwingen,
doch aufs Meer hinaus er fährt,
weil ihn lockt des Windes Singen.
Und die See wird ihn verschlingen.

Wind, du kommst von weit, weit her,
deine Stimme spricht vom Sterben.
Dich verflucht die Frau, von der
du den Mann rufst ins Verderben.
Wellen küssen seinen Mund,
tun, als ob sie Liebe meinen.
Bald schon auf dem Meeresgrund
spielen sie mit den Gebeinen.
Seine Frau wird um ihn weinen.

Dieses Lied gefiel Skafloc gar nicht, denn es kündete von Unglück. Er wandte sich ab und rief seinen Männern zu, sie sollten die Schiffe ins Wasser bringen und an Bord gehen. Und sobald er selbst an Deck war, verlor er jedes Gefühl von nahendem Unheil in neu aufflammender Kampfeslust.

„Dieser Sturm bläst jetzt schon seit drei Tagen“, sagte Goltan, einer seiner Kameraden. „Und er riecht nach Zauberei. Vielleicht segelt irgendein Hexenmeister ostwärts.“

„Es war freundlich von ihm, daß er uns die Mühe erspart hat, unseren eigenen Wind zu beschwören“, lachte Skafloc. „Wenn er jedoch einen drei Tage dauernden Wind brauchte, wurde sein Schiff von Sterblichen gebaut. Wir haben etwas Besseres!“

Die Masten wurden aufgestellt, die Segel gesetzt, und das schlanke Fahrzeug mit dem Drachenkopf am Bug sprang vorwärts. Wie der Sturm selbst flog es dahin. Zu Fuß oder im Sattel oder mit einem Schiff waren die Elfen immer die schnellsten von allen Bewohnern des Feenreichs, und noch ehe es Mitternacht war, kamen die Klippen Finnmarks in Sicht.

Skafloc lachte und sang:

Elfen ziehen ostwärts
zum Ufer Trollheims,
das Spiel mit Speer
und Schwert zu spielen.
Wo ist der Waghals,
der den Weg uns verstellt?
Wir durchbohren die Brust ihm,
schlitzen den Bauch auf
.

Tod den Trollen!
Sie werden taumeln,
Angst vor den Elfen
öffnet Gedärme.
Hört, Freunde, helft
den heulenden Trollen:
Ist Kopfweh ihr Kummer,
köpft sie schnell
.

Die Elfen grinsten dazu. Sie ließen Segel und Masten herab, griffen zu den Rudern und ruderten die Flotte in den Fjord. Sie waren bereit zum Kampf, aber ihre Augen konnten keine Spur von den feindlichen Wachen entdecken. Statt dessen sahen sie andere Fahrzeuge auf dem Strand – drei von Sterblichen erbaute Langschiffe, und die Besatzung lag in Stücke gehauen zwischen den Steinen.

Skafloc sprang mit gezogenem Schwert und flatterndem Mantel an Land. „Das ist merkwürdig“, meinte er voller Unbehagen.

„Vielleicht haben sie hier vor dem Sturm Schutz gesucht und wurden von den Trollen überfallen“, erwiderte Goltan. „Das kann nur kurze Zeit her sein – das Blut ist noch naß, die Körper noch warm – und die, die sie getötet haben, mögen gerade in Illredes Halle sein und darüber Bericht erstatten.“

„Das wäre für uns ja ein wunderbares Glück!“ rief Skafloc, der nicht damit gerechnet hatte, einen Überraschungsangriff durchführen zu können. Statt ins Horn zu stoßen, winkte er mit seiner Klinge. Weder er noch die Elfen verschwendeten einen weiteren Gedanken auf die Toten, die ja nur Menschen waren.

Die Krieger sprangen ins seichte Wasser und zogen ihre Schiffe ans Ufer. Einige blieben als Wache da, und den Haupttrupp führte Skafloc den Pfad ins Landesinnere entlang.

Sie marschierten durch eine Schlucht, in der Sterbliche nicht die Hand vor Augen hätten sehen können, und kamen hinaus auf eine Bergkette, wo der Schnee blendend glitzerte und steile Felsen sich in den Himmel bohrten. Der Wind zauste sie mit kalten Händen. Zerfetzte Wolken rasten über das Gesicht des Mondes, so daß es aussah, als zwinkere er. Mit katzenhafter Geschmeidigkeit sprangen die Elfen über die Klippen, den Berg hinauf bis dahin, wo in seiner Flanke die Höhlenöffnung gähnte.

Als sie näherkamen, trat eine Schar von Trollen heraus – wohl die Küstenwächter, die auf ihre Posten zurückkehren wollten. Skaflocs Ruf erhob sich über das Kreischen des Windes: „Schnell, schneiden wir ihnen den Weg ab!“

Wie ein Panther sprang er vor, die Elfen folgten. Ehe die Trolle noch richtig wußten, was geschah, heulte Metall in ihren Ohren, und das war das letzte Geräusch, das sie hörten. Aber natürlich schallte der Lärm auch nach drinnen, und als Skaflocs Truppe in die Höhle eindrang, fand sie wachsenden Widerstand.

Das Waffengetöse verdoppelte sich in dem abschüssigen Tunnel. Die Kriegsrufe der Elfen und das Kreischen der Trolle hallte mehrfach gebrochen von Wand zu Wand. Skafloc und Goltan hatten die Spitze. Sie hielten ihre Schilde aneinander und schlugen über deren Ränder weg. Die Trolle, die zum größten Teil unbewaffnet und allesamt langsamer waren, fielen einer nach dem anderen unter den scharfen Klingen.

Ein Krieger griff Skafloc mit einem Speer an, der groß wie ein junger Baum war. Skafloc fing den Stoß mit dem Schild auf, zwang den Schaft zur Seite und kam dem Gegner nahe genug, daß er zuschlagen konnte. Seine Eisenklinge schnitt durch die Schulter bis zum Herzen. Aus den Augenwinkeln sah er, daß von links eine Keule auf ihn niedersauste. Sie hätte seinen Helm und auch den Kopf zerschmettern können, aber er brachte seinen Schild dazwischen. Der Hieb ließ den Eisenbeschlag erdröhnen und Skafloc zurücktaumeln. Er fiel auf ein Knie, bekam jedoch sein Schwert frei und schlug dem Troll ein Bein ab. Skafloc sprang auf, sein Schwert kreiste und sang, und der Kopf eines weiteren Trolls sprang von den Schultern.

Die Verteidiger zogen sich nach und nach bis in eine große Höhle zurück. Die Elfen jauchzten vor Lust, weil sie nun Raum genug für die Art von Kampf hatten, in der sie am besten waren. Langbogen wurden von den Rücken genommen, und die graubefiederten Pfeile zischten hinter Skaflocs vorderster Linie hervor in die Schar der Trolle. Als die Reihen der Verteidiger sich auflösten, begannen die Einzelkämpfe. Ein einziger Troll ohne Rüstung war kein ernstzunehmender Gegner für den springenden, sich duckenden, hauenden, stechenden Blitz, den ein Elf darstellte.

Einige der Angreifer lagen mit zerschmetterten Schädeln oder verstümmelten Körpern tot da, und nicht wenige hatten Wunden. Doch die Trolle wurden reihenweise niedergemacht. Trotzdem stand die königliche Wache fest in dem Torbogen, der in die Festhalle ihres Herrn führte. Als die Elfen mit allen anderen fertig waren und die Wache angriffen, konnten sie nur in geringer Zahl an die Trolle kommen, und sie hatten zu wenig Platz, um von ihrer Schnelligkeit und Geschicklichkeit Vorteil zu haben. Sie wichen in Verwirrung zurück und ließen eine Anzahl von Toten und Verwundeten liegen. Auch Wurfgeschosse waren von geringem Nutzen gegen diesen Schildwall, der die Gegner von den Augen bis zu den Knien bedeckte.

Aber Skafloc sah, wie hoch der Bogen sich über ihnen wölbte. „Ich will euch den Weg weisen!“ rief er. Er war überströmt von grünem Trollblut, vermischt mit ein paar Tropfen seines eigenen roten. Er steckte sein Schwert in die Scheide, nahm einen Speer, lachte laut auf und sprang, den Speer als Stab benutzend, über die Köpfe der Feinde in die dahinterliegende Halle.

Noch im Fallen zog er sein Schwert von neuem. Bei dem Gewicht, das er durch seine Rüstung hatte, prallte er schwer auf den Boden auf. Er wirbelte herum. Die Wächter, die zum Zeitpunkt des Angriffs im Dienst gewesen waren, trugen vollständige Waffenausrüstung, aber ihre Beine und Teile der Arme waren unbedeckt. Die eiserne Klinge fällte drei Trolle mit drei Streichen.

Andere machten kehrt und kamen ihm entgegen. Dadurch entstand eine Lücke, in die die Elfen schnell eindrangen – und schon strömten sie in die Halle des Trollkönigs!

Skafloc erblickte Illrede am entgegengesetzten Ende. Der König umfaßte einen Speer, saß aber wie ein Felsen auf seinem Hochsitz. Skafloc eilte auf ihn zu und erschlug unterwegs zwei Trolle, die sich ihm entgegenstellen wollten. Doch dann trat ein Gegner auf, der ihm standhielt.

Einen Augenblick blieb Skafloc vor Erstaunen wie angewurzelt stehen, denn er sah hinter der niedersausenden Axt sein eigenes Gesicht. Kaum schaffte er es noch rechtzeitig, seinen Schild hochzureißen. Aber die Axt bestand nicht aus weicher Bronze oder einer leichten Legierung, sie war aus Stahl und noch von keinem Kampf abgestumpft, während der Schild bereits manchen Streich hatte aushalten müssen. Die Axt spaltete das Holz und den dünnen Eisenbeschlag und blieb in Skaflocs linkem Arm stecken.

Skafloc versuchte, die Axt festzuhalten, aber der Fremde sprang zurück, riß mit einem Ruck, der Skafloc taumeln ließ, seine Waffe los und ging schon wieder zum Angriff über. Skafloc warf den jetzt nutzlosen Schild weg. Eisen hämmerte auf Eisen, Funken sprühten. Beide Männer trugen Helm und Brünne und waren ohne Schild, aber das Schwert war nicht die geeignete Waffe gegen die schwerere Axt. Obwohl Skafloc die Kunst des Ausfalls, der Parade und Bindung ausgezeichnet beherrschte, war seine Klinge zu schwach. Er mußte sich darauf beschränken, sich zu verteidigen, und wurde mehr und mehr zurückgedrängt.

Dann schlug das Schlachtglück um. Plötzlich fand sich Skafloc einem Troll gegenüber, der ihm erbitterten Widerstand leistete. Inzwischen focht der Fremde mit anderen Elfen. Er erkämpfte sich den Weg zurück zu Illrede, und die übriggebliebenen Trolle scharten sich um diese beiden. Ein schneller, heftig geführter Ausfall verschaffte ihnen einen Weg zu einer Hintertür. Durch diese verschwanden sie.

„Ihnen nach!“ brüllte Skafloc in seiner Kampfeswut.

Goltan und die anderen elf Kapitäne hielten ihn zurück. „Das wäre töricht“, sagten sie. „Sieh doch, die Tür öffnete sich zu lichtlosen, nach unten führenden Höhlen, wo wir zu leicht in einen Hinterhalt gelockt werden können. Besser riegeln wir sie von dieser Seite ab, damit Illrede nicht die Ungeheuer aus dem Inneren der Erde gegen uns schicken kann.“

„Aye, ihr habt recht“, mußte Skafloc widerwillig eingestehen.

Er sah sich in der Halle um. Zuerst fesselten die darin angehäuften Reichtümer sein Auge, dann blickte er kummervoll auf die Leichen der Elfen, die auf dem vom Blut schlüpfrigen Boden lagen. Doch ein Trost war ihm, daß es, verglichen mit der Anzahl der toten Feinde, nur wenige waren. Die verwundeten Trolle wurden erledigt – schnell verstummten ihre lauten Schreie -, und die verwundeten Elfen bekamen Notverbände. Zu Hause würden sie mit heilenden Zaubersprüchen behandelt werden.

Plötzlich entdeckte Skafloc etwas, das ihn kaum weniger erstaunte als der Anblick seines eigenen Gesichts unter den Feinden. Neben dem Hochsitz lagen zwei gefesselte und geknebelte sterbliche Frauen.

Er ging zu ihnen. Sie zuckten zusammen, als er sein Messer zog. „Ich will euch nur befreien“, beruhigte er sie in dänischer Sprache, und er tat es. Sie standen auf. Zitternd klammerten sie sich aneinander. Von neuem überrascht war er, als das größere und hellere Mädchen unter Tränen stammelte: „Verräter und Mörder, auf welch neues Übel sinnst du?“

„Was…“ Skafloc bemühte sich, seiner Bestürzung Herr zu werden. Obwohl er die Menschensprache gelernt hatte, war ihm doch selten Gelegenheit gegeben worden, sie anzuwenden, und er sprach sie mit dem singenden Klang der Elfensprache. „Was habe ich denn getan?“ Er lächelte. „Oder gefällt es euch nicht, daß ich eure Fesseln gelöst habe?“

„Verspotte uns nicht auch noch, Valgard“, sagte das blonde Mädchen.

„Ich bin nicht Valgard“, erwiderte Skafloc, „und ich kenne ihn auch nicht, falls er nicht der Mann ist, gegen den ich gekämpft habe – aber wahrscheinlich habt ihr das im Gedränge nicht bemerkt. Ich bin Skafloc von Alfheim und kein Freund der Trolle.“

„Ja, Asgerd!“ rief das jüngere Mädchen. „Er kann nicht Valgard sein. Sieh, er ist bartlos, er trägt andere Kleider, er spricht fremdartig…“

„Ich weiß nicht“, murmelte Asgerd. „Vielleicht ist das, vielleicht sind all die Toten um uns nur ein neuer Zauber, mit dem er uns täuscht. Ach, nichts anderes weiß ich sicher, als daß Erlend und all unsere Verwandten tot sind.“ Ein trockenes Schluchzen schüttelte sie.

„Nein, nein!“ Das jüngere Mädchen faßte Skaflocs Schultern, betrachtete sein Gesicht und lächelte durch ihre Tränen, wie im Frühling die Sonne durch den Regen scheint. „Nein, Fremder, du bist nicht Valgard, obwohl du ihm sehr ähnlich siehst. Deine Augen sind warm, dein Mund weiß, wie man lacht. Dank sei G…“

Bevor sie das Wort aussprechen konnte, bedeckte er ihren Mund mit der Handfläche. „Sprich diesen Namen jetzt nicht aus“, raunte er ihr hastig zu. „Auch diese hier sind Bewohner des Feenreichs und können es nicht ertragen, ihn zu hören. Aber sie werden euch kein Leid antun. Und ich werde dafür sorgen, daß ihr dahin gebracht werdet, wohin ihr wollt.“

Sie nickte mit großen Augen. Er ließ seine Hand sinken und sah sie an. Sie war nur von mittlerer Größe, aber jeder Zoll, der durch ihre zerfetzten Lumpen schimmerte, war von geschmeidiger, schlanker, jugendlicher Schönheit. Ihre Locken waren lang und von einem glänzenden Goldbraun mit roten Lichtern, ihr süßes Gesicht zeigte eine breite Stirn, eine entzückende Stupsnase und einen vollen, weichen Mund. Unter dunklen Brauen beschatteten lange Wimpern weit auseinanderstehende, leuchtende Augen von einem Grau, das in Skaflocs von Elfen geschultem Geist eine schattenhafte Erinnerung weckte. Aber es gelang ihm nicht, sie ins Bewußtsein zu bringen, und so dachte er nicht weiter darüber nach.

„Wer bist du?“ fragte er.

„Ich bin Frida Ormstochter aus dem Danelaw in England, und das ist meine Schwester Asgerd. Und du, Krieger…?“

„Skafloc, Imrics Pflegesohn, aus den englischen Landen Alfheims“, antwortete er. Sie zuckte zurück und konnte sich kaum enthalten, das Zeichen des Kreuzes zu machen.

„Ich habe dir doch gesagt, du brauchst keine Angst vor mir zu haben“, versicherte er ihr ernsthaft. „Warte hier, bis ich mit meinen Männern gesprochen habe.“

Die Elfen waren eifrig dabei, Illredes Halle zu plündern. Beim Durchstöbern abgelegener Räume fanden sie Sklaven ihrer eigenen Rasse, die sie befreiten. Schließlich gingen sie nach draußen. Skafloc führte die beiden Mädchen hinaus. In der Nähe der Höhlenöffnung fanden die Elfen Häuser, Schuppen und Scheunen, die sie ansteckten. Es wehte immer noch ein starker Wind, aber sonst hatte das Wetter sich aufgeklärt, und die Flammen loderten in den frostigen Sternenhimmel.

„Mich dünkt, Trollheim ist nichts, wovor man sich fürchten müßte“, lachte Skafloc.

„Sei nicht zu sicher“, warnte Valka der Weise. „Wir haben sie überrumpelt. Ich wünschte, ich wüßte, wie groß ihr Heer ist und wo es sein Lager hat.“

„Das können wir ein anderes Mal herausfinden“, meinte Skafloc. „Gehen wir jetzt zu unseren Schiffen zurück. Wir können vor der Morgendämmerung zu Hause sein.“

Asgerd und Frida hatten dem, was die Elfen taten, mit ihren jetzt mit Elfensicht begabten Augen benommen zugesehen. Seltsam waren diese hochgewachsenen Krieger, die sich wie Wasser und Rauch bewegten, die ihre Füße lautlos setzten, deren Rüstungen jedoch wie Silber klingelten. Elfenbeinblasse, schmale Gesichter mit hohen Wangenknochen, Tierohren und blind scheinende Augen – für einen Sterblichen waren sie ein erschreckender Anblick.

Und Skafloc bewegte sich fast ebenso leichtfüßig und anmutig unter ihnen, sah wie eine Katze, sprach die Elfensprache. Aber trotzdem sah er wie ein Mensch aus, und Frida, die sich erinnerte, wie warm sein Körper sich anfühlte, während seidige Elfenhaut, die sie zufällig gestreift hatte, kühl war, hatte keinen Zweifel daran, daß er menschlich war.

„Ein Heide muß er sein, wenn er unter diesen Geschöpfen lebt“, sagte Asgerd.

„Das mag schon sein – aber er ist freundlich, und er hat uns gerettet vor – vor…“ Frida erschauerte und zog den Mantel, den Skafloc ihr gegeben hatte, enger um sich.

Ein Hornruf kündigte den Rückzug an, und der lange, schweigende Zug wand sich den Berg hinunter. Skafloc ging neben Frida. Er sprach nicht, aber oft weilte sein Blick auf ihr.

Sie war jünger als er, und ihr Körper mit den langen Beinen und der schlanken Mitte hatte immer noch etwas Bezaubernd Kindliches an sich. Sie trug den Kopf hoch, und ihr schimmerndes Haar schien im frostigen Mondlicht zu knistern – aber er konnte sich vorstellen, daß es sich weich anfühlte. Als sie über den zerklüfteten Abhang mußten, stützte er sie, und ihre kleine Hand verschwand in seiner schwieligen Kriegerfaust.

Plötzlich erscholl zwischen den Abgründen das Bellen eines Trollhorns, und ein anderes antwortete ihm und dann noch eins. Die Felsen warfen das Echo zurück, und der Wind trug die Töne mit sich fort.

Die Elfen blieben mit gespitzten Ohren und bebenden Nüstern stehen und hielten in der Nacht Ausschau nach Spuren ihres Feindes.

„Ich nehme an, sie sind vor uns und wollen uns den Rückweg abschneiden“, sagte Goltan.

„Das ist nicht gut“, antwortete Skafloc, „aber schlimmer wäre es, wenn wir schon in der schwarzen Schlucht wären und von oben Steine auf die Köpfe geworfen bekämen. Wir werden die Schlucht umgehen.“

Man reichte ihm eine Lure, und er blies einen Schlachtruf. Die Elfen hatten die ersten Luren hergestellt und benutzten sie immer noch, obwohl die Menschen sie seit der Bronzezeit vergessen hatten. Zu Frida und Asgerd sagte Skafloc: „Ich fürchte, wir müssen noch einmal kämpfen. Meine Leute werden euch beschützen, wenn ihr jene Namen, die ihnen wehtun, nicht aussprecht. Denn dann müssen sie weichen, und Trolle, die sich außer Hörweite befinden, können euch mit Pfeilen niederstrecken.“

„Schlimm wäre es, sterben zu müssen, ohne – Ihn da oben anrufen zu können“, erklärte Asgerd. „Doch wir werden dir gehorchen.“

Skafloc lachte und legte seine Hand auf Fridas Schulter. „Wie sollte der Sieg nicht unser werden, wo wir für solche Schönheit kämpfen?“ fragte er lustig.

Er beauftragte zwei Elfen, die Mädchen zu tragen, wenn der Vormarsch zu schnell für sie wurde, und andere mußten eine Schildburg um sie bilden. Dann drang er an der Spitze einer keilförmigen Formation über einen Grat auf die See zu.

Leicht sprangen die Elfen über Felsen und Klippen, die Rüstungen klingelten, und die Waffen schimmerten im Mondlicht. Als sie die schwarze Masse der Trolle vor der bleichen Nachtbrücke der Götter erblickten, stießen sie ihren Kriegsruf aus, schlugen mit den Schwertern an die Schilde und eilten zum Kampf.

Aber Skafloc holte tief Atem, als er die Stärke der Trolltruppe gewahrte. Seiner Schätzung nach kamen sechs Trolle auf einen Elf – und wenn Illrede eine Schar in so kurzer Zeit zusammenrufen konnte, wie groß mochte dann seine vollständige Armee sein?

„Nun, dann muß eben jeder von uns sechs Trolle in Stücke hauen“, bemerkte er.

Die Bogenschützen der Elfen legten die Pfeile auf die Sehnen. Die langsameren Trolle konnten den mondverdunkelnden Wolken, die immer wieder und wieder auf sie niederzischten, nicht ausweichen. Viele sanken zu Boden. Aber wie stets sprangen die meisten Pfeile von Steinen ab, ohne Schaden zu tun, oder blieben in Schilden stecken, und bald waren alle verschossen.

Die Elfen griffen an, und die Einzelkämpfe entbrannten. Brüllende Trollhörner und klingende Elfenluren, Wolfsgeheul der Trolle und Habichtschreie der Elfen, Donnern der Trolläxte auf den Elfenschilden und Klingen der Elfenschwerter auf den Trollhelmen stiegen zu den Sternen empor.

Axt und Schwert! Speer und Keule! Gebrochener Schild und zerschmetterter Helm und durchgehauene Rüstung! Rote Ströme von Elfenblut mischten sich mit kalten, grünen Flüssen aus den Adern der Trolle! Nordlichter tanzten am Himmel Totentänze!

Zwei hohe Gestalten, die kaum voneinander zu unterscheiden waren, ragten über alle anderen auf. Valgards Axt und Skaflocs Schwert schlugen blutige Pfade durch die sich ihnen entgegenstellenden Krieger. Der Berserker schäumte, brüllte und hieb um sich. Skafloc gab außer seinem schweren Atem keinen Laut von sich, aber er war kaum weniger wild.

Die Trolle hatten die Elfen von allen Seiten eingekreist, und da ihnen ihre Schnelligkeit und Behendigkeit in dieser Lage kaum von Nutzen war, hatten die Trolle Vorteil von ihrer Stärke. Skafloc schien es, für jedes grinsende, breitmäulige Gesicht, das vor ihm niedersank, erhoben sich zwei weitere aus dem blutdampfenden Schnee. Der Schweiß gefror ihm am Körper, er hielt seinen neuen Schild fest und ließ sein Schwert unaufhörlich niedersausen.

Dann hatte Valgard sich einen Weg zu ihm gebahnt. In ihm tobten der Berserkerwahnsinn und der Haß auf alles, was Elf war – vor allem auf Imrics Pflegesohn. Sie trafen sich beinahe Brust an Brust, und im unruhigen Mondlicht blitzte Auge in Auge.

Skaflocs Klinge schlug auf Valgards Helm und drückte ihn ein. Valgards Axt hackte Splitter aus Skaflocs Schild. Dann gelang es Skafloc, von der Seite her zuzuschlagen und Valgards Wange aufzureißen, so daß seine Zähne offen lagen. Der Berserker heulte von neuem. Seine Hiebe hagelten nieder, schlugen die Klinge beiseite, hämmerten auf den Schild, den Skaflocs linker Arm kaum noch halten konnte. Blut strömte durch das Tuch, das die früher empfangene Wunde deckte.

Trotz allem verpaßte Skafloc seine Gelegenheit nicht, und als sein Gegner ein Bein zu weit vorsetzte, schlug ihm Skafloc eine tiefe Wunde in die Wade. Wäre seine Klinge nicht vom Kampf abgestumpft gewesen, hätte er das Bein glatt durchschnitten. Jedenfalls fiel Valgard mit einem Schrei zurück. Skafloc drängte ihm nach.

Ein Dröhnen, als sei sein Helm von einem Felsbrocken getroffen, warf ihn auf die Knie. Illrede, der Trollkönig, holte neben ihm zum zweiten Mal mit seiner Steinkeule aus. Valgard kam wieder auf die Füße und hob die Axt. Obwohl seine Ohren klangen und der Schmerz wie ein eisernes Band um seine Schläfen lag, rollte Skafloc sich zur Seite. Die Waffe traf nur den Boden. Von Kampfeslust fortgerissen, sprang einer der Elfen, die die Schildburg bildeten, vor. Er wollte den Berserker niederstechen, ehe dieser seine Axt freibekam. Illredes Keule schlug zu und brach dem Elf den Hals. Valgard hob die Axt und schlug in die entstandene Lücke, traf aber nicht den dahinterstehenden Elf, sondern das, was er auf seinen Armen trug.

Die Schildburg schloß sich. Speerspitzen zwangen Mann und Troll zum Rückzug. Skafloc kam auf die Füße und führte die Elfen weg. Sie ließen ihre Toten zurück. Illrede begab sich wieder zu seinen Wachen. Valgard blieb stehen, wo er sich befand. Er war allein, denn der Kampf hatte sich von ihm wegbewegt.

Schwankend, blutüberströmt stand er über Asgerds Leiche. „Das habe ich nicht gewollt“, murmelte er. „Ist nun meine Axt verflucht – oder bin ich es?“ Verwirrt legte er eine Hand über die Augen. „Aber… sie sind ja nicht meines Blutes, nicht wahr?“

Schwach nach der schäumenden Wut setzte er sich neben Asgerd nieder. Von immer weiter her scholl der Schlachtenlärm. „Jetzt sind nur noch Skafloc und Frida zu töten, dann ist all das Blut, das ich einmal für mein eigenes gehalten habe, vergossen.“ Er strich ihr über die schweren blonden Zöpfe. „Und es mag richtig sein, es mit dir zu tun, Bruderschlächter. Auch Älfrida, wenn sie noch lebt, könnte ich töten – warum nicht? Sie ist nicht meine Mutter. Meine Mutter ist ein großes, scheußliches Ungeheuer, das in Imrics Verliesen angekettet ist. Älfrida, die mich in den Schlaf gesungen hat, ist nicht meine Mutter…“

Den Elfen erging es schlecht, so tapfer sie sich auch schlugen. Skafloc war überall, kämpfte und befahl und führte sie. Seine Klinge bedeutete Tod. Kein Troll konnte diesem wirbelnden Stahl standhalten, und langsam schlug sich Skafloc mit seinen Männern zur See durch.

Einmal verhielt er den Schritt, als Goltan von einem Speer durchbohrt fiel. „Jetzt bin ich um einen Freund ärmer“, sprach er, „und das ist ein Reichtum, den man nie zurückgewinnen kann.“ Von neuem erhob sich seine Stimme. „Haü, Alfheim! Vorwärts, vorwärts!“

Schließlich gewannen die Überreste der Elfenschar den Strand. Valka der Weise, Flam von Orkney, Hlokkan Rotlanze und andere große Elfen fielen in der Nachhut. Aber die übrigen gelangten zu ihren Schiffen. Einige von ihnen rannten vor den Augen der Trolle den Abhang hinauf und verstreuten die Beutestücke, die sie noch bei sich hatten. Das würde den Angriff aufhalten, denn Illrede würde lieber seine Schätze wiederbekommen, als noch mehr Männer verlieren.

Es waren genug Elfen am Leben und nicht zu schwer verwundet, daß etwa die Hälfte der Schiffe notdürftig bemannt werden konnte. Die übrigen wurden durch einen Feuerzauber in Brand gesetzt. Dann schoben sie die Schiffe ins Wasser, gingen an Bord und ruderten mühsam aus dem Fjord.

Frida, zusammengekauert in Skaflocs Drachenschiff, sah ihn groß und blutig vor dem Mond stehen, wie er Runen in die Luft schrieb und ihr unbekannte Worte murmelte. Der Wind drehte, kam jetzt von achtern, wurde zum Sturm, und mit eisenharten Segeln und tiefgebeugten Masten sprangen die Schiffe vorwärts. Schnell wie die Wolken, wie Traum und Zauberkunst und Mondlicht flogen sie über das Wasser. Skafloc stand am gischtumschäumten Bug und sang seine Zaubersprüche. Sein vom Helm befreites Haar flatterte, seine zerfetzte Rüstung klang – es war eine Gestalt aus einer vergessenen Saga und aus einer Welt, die jenseits der der Menschen lag.

Dunkelheit umhüllte Fridas Sinne.

XI

Sie erwachte in einem Bett aus geschnitztem Elfenbein, über das Pelze und seidene Decken gebreitet waren. Sie war gebadet und in ein weißes Gewand gekleidet worden. Neben ihr auf einem seltsam geschmiedeten Tisch standen Wein, Wasser, Trauben und andere Früchte aus dem Südland. Sonst konnte sie nichts sehen als ein endloses, tiefblaues Zwielicht.

Erst erinnerte sie sich nicht, was geschehen war, und hatte nicht die geringste Vorstellung davon, wo sie sein mochte. Dann kam die Erinnerung zurück, und sie brach in wildes Schluchzen aus. Lange weinte sie. Aber schon in der Luft, die sie einatmete, schien Frieden zu liegen, und als sie sich ausgeweint und ein bißchen Wein getrunken hatte, war ihr, als habe sich eine beruhigende Hand auf ihr Herz gelegt. Sie fiel in einen traumlosen Schlaf.

Als sie wieder erwachte, fühlte sie sich wunderbar ausgeruht. Sie setzte sich auf. Durch das blaue Licht kam Skafloc geschritten.

Von seinen Wunden war keine Spur zurückgeblieben, und er lächelte freundlich. Bekleidet war er mit einem reich bestickten Hemd und einem Kilt, der die Muskeln an seinen Beinen sehen ließ. Er setzte sich neben sie, nahm ihre Hände und sah ihr in die Augen.

„Fühlst du dich jetzt besser?“ fragte er. „Ich habe in den Wein ein Mittel getan, das deinem Herzen Ruhe bringt.“

„Mir geht es gut, aber – wo bin ich?“ gab sie zurück.

„In Imrics Burg Elfenhöhe in den Hügeln des Nordens“, antwortete Skafloc, und als sie erschreckt die Augen aufriß, setzte er hinzu: „Niemand wird dir ein Leid tun, und alles soll geschehen, wie du es wünschst.“

„Ich danke dir“, hauchte sie. „Nächst Gott der…“

„Nein, sprich hier keine heiligen Namen aus“, warnte Skafloc sie. „Die Elfen müssen diese Dinge fliehen, und du bist ihr Gast. Ansonsten bist du frei, alles zu tun, was dir beliebt.“

„Du bist ein Elf“, stellte Frida langsam fest.

„Nein, ich bin ein Mensch, aber hier erzogen. Ich bin der Pflegesohn Imrics des Listenreichen, und ihm fühle ich mich mehr verwandt als dem Unbekannten, der mein wirklicher Vater war.“

„Wie ist es gekommen, daß du uns zu retten erschienen bist? Wir waren verzweifelt…“

Skafloc erzählte kurz von dem Krieg und dem Überfall, dann lächelte er wieder. „Sprechen wir lieber von dir. Wer kann denn eine so schöne Tochter haben?“

Frida begann errötend mit ihrer Geschichte. Er hörte ihr zu, ohne zu wissen, was es zu bedeuten hatte. Der Name Orm sagte ihm nichts, denn Imric, der alle menschlichen Bande seines Pflegesohns hatte zerreißen wollen, hatte behauptet, der Austausch der Kinder sei weit weg in einem westlichen Land vorgenommen worden. Außerdem waren Imric Mittel bekannt, mit denen er in Skafloc jede Neugier auf seine Abstammung hatte ersticken können. Frida wiederum wußte nichts anderes, als daß Valgard ihr wahnsinnig gewordener Bruder war. Skafloc hatte an dem Berserker irgend etwas Nichtmenschliches gespürt, aber da er an so viel anderes – und besonders an Frida – zu denken hatte, war er der Sache nicht weiter nachgegangen. Er kam zu dem Schluß, Valgard könne durchaus von einem Dämon besessen sein. Die Ähnlichkeit mit ihm hielt er für einen Spiegelzauber. Illrede konnte ein Dutzend gute Gründe gehabt haben, ihn über Valgard zu legen. Und dann hatte keiner der Elfen, mit denen Skafloc über die Angelegenheit gesprochen hatte, diese Ähnlichkeit bemerkt. Lag das daran, daß sie zu beschäftigt gewesen waren, sich am Leben zu halten, oder hatte Skafloc etwas Verkehrtes gesehen? Imrics Pflegesohn tat die Frage mit einem Achselzucken ab.

Auch Frida grübelte nicht über die Ähnlichkeit der beiden Männer nach, denn sie hätte sie niemals miteinander verwechselt. Augen und Lippen und Mienenspiel, Gang und Sprache und Benehmen und Gefühl und Gedanken, das alles war bei beiden so unterschiedlich, daß sie die Übereinstimmung in Größe und Knochenbau und Gesichtsbildung kaum beachtet hatte. Wohl aber war ihr der Gedanke durch den Kopf geschossen, ob sie einen gemeinsamen Vorfahren haben konnten – irgendeinen Dänen, der vor hundert Jahren einen Sommer in England verbrachte -, und dann vergaß sie es wieder.

Es gab nämlich zuviel anderes. Das Mittel, das ihr eingeflößt worden war, konnte zwar betäuben, aber den Ereignissen nichts von ihrer Entsetzlichkeit nehmen. Während sie berichtete, verschwanden die Verwirrung und das Erstaunen, die bisher ihr Leid in Schach gehalten hatten, und sie beendete ihre Erzählung weinend an Skaflocs Brust.

„Tot!“ rief sie. „Tot, alle tot, alle erschlagen außer Valgard und mir. Ich… ich habe gesehen, wie er Vater und Asmund erschlug, und Ketil war bereits tot, ich habe Mutter zu seinen Füßen hingestreckt gesehen, ich habe gesehen, wie die Axt Asgerd traf – und jetzt bin ich allein übriggeblieben, und ich wollte, ich hätte sterben können anstelle von – Oh, Mutter, Mutter!“

„Nimm es doch nicht so schwer“, sagte der Mann erstaunt. Bei den Elfen hatte er nicht gelernt, daß eine solche Trauer möglich war. „Dir ist nichts geschehen, und ich werde Valgard suchen und deine Sippe an ihm rächen.“

„Was soll das nützen? Orms Hof ist ein Aschenhaufen, sein Blut ist vergossen und lebt nur noch in einem Wahnsinnigen und einer Heimatlosen.“ Schaudernd klammerte sie sich an ihn. „Hilf mir, Skafloc! Ich verachte mich selbst… weil ich solche Angst habe… aber ich habe Angst. Ich habe Angst, so allein zu sein…“

Er fuhr ihr mit der einen Hand durchs Haar, und mit der anderen hob er ihr Kinn, so daß sie ihm in die Augen sehen mußte. „Du bist nicht allein“, murmelte er und küßte sie zart wie Schmetterlingsflügel. Ihre Lippen erzitterten unter den seinen, weich und warm und von Tränen salzig.

„Trink“, sagte er und hielt ihr den Weinbecher hin.

Sie nahm einen Schluck und noch einen und schmiegte sich für eine Weile in seine Arme. Er tröstete sie, so gut er konnte, denn ihm schien es unrecht, daß sie jemals etwas anderes als Glück kennenlernen sollte, und er flüsterte gewisse Zaubersprüche, die das Leid schneller vertreiben, als die Zeit es tun kann.

Und sie sagte sich, sie sei die Tochter Orms des Starken, der unter seiner lauten Fröhlichkeit stets ein Mann gewesen war, der streng mit sich selbst ist. Er hatte seine Kinder in diesem Sinn erzogen: „Niemand kann seinem Geschick entrinnen, aber es kann ihm auch kein anderer den Mut nehmen, mit dem er ihm begegnet.“

Es wurde ruhig in ihr, und sie freute sich sogar ein bißchen auf die wunderbaren Dinge, die Skafloc ihr versprach. Sie setzte sich auf und sprach: „Ich danke dir, daß du so gut zu mir bist. Ich habe mich jetzt wieder ganz in der Hand.“

Er lachte vor sich hin. „Dann wird es Zeit, daß du dein Fasten beendest.“

Ein Kleid aus der dünnen, fließenden Spinnenseide, wie die Elfenfrauen es trugen, war für sie bereitgelegt worden. Obwohl Skafloc ihrer Bitte folgte und sich umdrehte, während sie es anzog, errötete sie doch heftig, denn es verbarg wenig.

Und trotzdem konnte sie nicht umhin, ihre Freude an den schweren Goldringen zu haben, die er ihr auf die Arme schob, und an dem diamantenfunkelnden Krönchen, das er auf ihre Locken setzte.

Sie schritten über den unsichtbaren Fußboden und kamen auf einen langen Gang, der nicht im ganzen vor ihnen erschien, sondern sich Stückchen für Stückchen aus dem Nebel verfestigte. Schimmernde Säulengänge führten an Marmorwänden entlang, und die Figuren auf den Teppichen und Wandbehängen bewegten sich in langsamen, phantastischen Tänzen.

Knechte aus der Rasse der Kobolde, die in der Mitte zwischen Elfen und Trollen liegt, begegneten ihnen. Sie hatten grüne Haut, waren aber kein unerfreulicher Anblick. Frida drängte sich mit einem kleinen Aufschrei an Skafloc, als eine gelbe Dämonengestalt, in der Hand einen Kerzenleuchter, an ihnen vorbeiging. Vor ihm schlurfte ein Zwerg mit einem großen Schild daher.

„Was ist das?“ flüsterte Frida.

Skafloc grinste. „Einer von den Cathayan Shen, den wir bei einem Überfall zum Gefangenen gemacht haben. Er ist stark und gibt einen guten Sklaven ab. Da aber seine Art nur dann geradeaus gehen kann, wenn keine Wand ihren Lauf ablenkt, muß der Zwerg den Einfluß der Ecken mit dem Schild abwehren, der ihn zurückwirft wie ein Spiegel das Licht.“

Sie lachte, und er lauschte entzückt dem silberhellen Klang. In dem Gelächter der Elfenfrauen klang immer eine Spur von Spott mit; Fridas Lachen kam ihm wie ein Morgen im Frühling vor.

Allein an einem Tisch aßen sie seltene Speisen, und Musik tönte aus den Lüften. Skafloc sang:

Laß es dir schmecken, Schönste,
der Schmaus ist für uns bereitet.
Es fördert die Freundschaft
der Becher mit funkelndem Wein
.

Aber meine Augen
achten nur auf Frida,
sättigen sich an der sonnenhellen
südlichen Schönheit der Jungfrau
.

Sie senkte die Augen und fühlte, wie ihr das Blut von neuem in die Wangen stieg, aber lächeln mußte sie doch. Dann überkam sie Reue. „Wie kann ich so kurze Zeit nach dem Tod all meiner Lieben fröhlich sein? Gebrochen ist der Baum, dessen Äste das Land beschirmten, und der Wind bläst kalt über unfruchtbar gewordene Felder…“ Sie hörte auf, in Gedanken nach Worten zu suchen, und sagte einfach: „Wir alle werden ärmer, wenn gute Menschen gehen.“

„Nun, wenn sie gut waren, braucht man nicht um sie zu trauern“, redete Skafloc ihr zu. „Denn nun sind sie sicher vor dem Leid der Welt und zu Ihm da oben heimgegangen. Wirklich, ich glaube, ihre Seligkeit wird durch nichts anderes getötet als durch dein Weinen.“

Frida hing sich an seinen Arm, als sie den Raum verließen. „Der Priester hat etwas von ‚ohne Beichte in ihren Sünden dahingegangen’ gesagt…“ Mit ihrer freien Hand wischte sie sich die Augen. „Ich liebe sie, und sie sind gegangen, und ich trauere allein.“

Skaflocs Lippen berührten ihre Wange. „Nicht, solange ich lebe“, murmelte er. „Und du sollst nicht soviel Wert darauf legen, was irgendein dummer Priester dahergeredet hat. Was wissen sie denn schon?“

Sie kamen in ein anderes Gemach, dessen gewölbte Decke so hoch war, daß darunter Dämmerung herrschte. Dort erblickte Frida eine Frau, deren Schönheit nicht von sterblicher Art war. Neben ihr fühlte sich das Mädchen klein und häßlich und verloren.

„Du siehst, ich bin zurückgekehrt, Lia“, begrüßte Skafloc sie in der Elfensprache.

„Aye“, erwiderte sie, „aber ohne Beute und nur mit der Hälfte deiner Männer. Ein sinnloses Unternehmen!“

„Nicht ganz“, verteidigte sich Skafloc. „Es sind mehr Trolle als Elfen gefallen, und das Heer des Feindes war aufgelöst, als wir abfuhren. Auch können uns die Gefangenen, die wir befreit haben, viel über die Trolle erzählen.“ Er legte einen Arm um Frida und drückte sie an sich. In ihrer Angst vor der kalten weißen Hexe, die sie lauernd ansah, ließ sie es sich willig gefallen. „Und sieh mal, was für ein Juwel ich mitgebracht habe.“

„Was willst du mit ihr anfangen?“ höhnte Lia. „Zieht dein Blut dich zu deinesgleichen?“

„Mag sein“, gab Skafloc ungerührt zurück.

Sie kam näher und legte eine Hand auf seinen Arm und betrachtete mit ihren Augen aus blauem Zwielicht und Mondschein sein Gesicht. „Skafloc, sieh zu, daß du dieses Mädchen los wirst“, drängte sie. „Wenn du sie nicht töten willst, schick sie nach Hause.“

„Sie hat keine Heimat mehr“, sagte Skafloc, „und ich will jemanden, der schon mehr als genug gelitten hat, nicht am Bettelstab wegschicken.“ Spöttisch setzte er hinzu: „Was kümmert es dich, was zwei Sterbliche tun?“

„Es kümmert mich“, stellte Lia sorgenvoll fest, „und ich sehe, daß meine Ahnung richtig war. Gleiches zieht es zu Gleichem – aber nimm nicht sie, Skafloc! Such dir irgendein anderes sterbliches Mädchen. Diese hier ist von Unglück umwittert; ich fühle es wie einen Kälteschauer, der durch Mark und Bein geht. Es war kein Zufall, daß du sie gefunden hast, und sie wird großes Leid über dich bringen.“

„Nicht Frida“, widersprach Skafloc entschieden, und um von etwas anderem zu reden, fragte er: „Wann wird Imric zurückkehren?“ Denn Imric war während seiner Abwesenheit zu einer Ratsversammlung des Erlkönigs gerufen worden.

„Er wird bald hier sein. Warte bis zu seiner Ankunft, Skafloc. Vielleicht sieht er das Unglück klar, das ich nur spüre, und kann dich warnen.“

„Soll ich, der ich gegen Trolle und Dämonen gekämpft habe, mich vor einem Mädchen fürchten?“ schnaubte Skafloc. „Das ist nicht einmal Rabengekrächze, das ist Hühnergegacker.“ Und damit führte er Frida weg.

Lia sah ihnen nach. Dann floh sie durch die langen Gänge, und Tränen schimmerten in ihren Augen.

Skafloc und Frida wanderten weiter durch die Burg. Anfangs sprach sie nur stockend und ernst. Aber die Liebestränke, die sie getrunken hatte, und die Zauber, die er über sie warf, ließen ihr bald Kopf und Herz leicht werden. Immer häufiger lächelte sie, stieß Rufe der Verwunderung aus, plauderte und sah ihn an. Zum Schluß schlug er vor: „Komm mit nach draußen, und ich werde dir etwas zeigen, das ich für dich gemacht habe.“

„Für mich?“ rief sie.

„Und vielleicht, wenn die Nornen uns freundlich sind, auch für mich“, lachte er.

Sie überquerten einen Hof und gingen zu den hohen Bronzeportalen hinaus. Im Freien lag blendendes Sonnenlicht auf blauschattigem Weiß. Elfen waren keine zu sehen. Die beiden Menschen gingen in den eisblitzenden Wald, und Skafloc wickelte seinen Mantel um sie beide. Ihr Atem stieg in Dampfwolken zum blauen Himmel auf. Die kalte Luft stach in ihren Lungen. Die Brandung rauschte, und durch die dunklen Tannen seufzte der Wind.

„Kalt“, erschauerte Frida. Weit und breit war die rötliche Bronze ihres Haares das einzige, was warm aussah. „Außerhalb deines Mantels ist es kalt.“

„Zu kalt für dich, um bettelnd über die Straßen zu ziehen.“

„Es gibt Menschen, die würden mich aufnehmen. Wir hatten viele Freunde, und unser Land, das nun, wie ich vermute, mir gehört, wäre…“ sie brachte es nur mühsam über die Lippen „…ein schönes Heiratsgut.“

„Warum willst du weggehen und Freunde suchen, wenn du hier welche hast? Und was das Land betrifft – sieh!“

Sie waren oben auf einem Hügel angelangt, dessen Mitte sich zu einem tiefen Tal absenkte, und da hatte Skafloc Sommer geschaffen. Grün waren die Bäume neben einem kleinen tanzenden Wasserfall, süße Blumen nickten im hohen Gras. Vögel sangen, Fische sprangen, ein Reh und sein Kitz standen da und sahen die Menschen voller Vertrauen an.

Frida klatschte in die Hände und jauchzte. Skafloc lächelte. „Ich habe es für dich gemacht, weil du Sommer und Leben und Freude bist. Vergiß Härte und Tod des Winters, Frida. Hier haben wir unser eigenes Jahr.“

Sie stiegen ins Tal, warfen den Mantel ab und setzten sich an den Wasserfall. Eine Brise zerzauste ihr Haar. Rings um sie wuchsen Beeren dicht bei dicht. Auf Skaflocs Befehl wanden sich die Gänseblümchen, die sie gepflückt hatte, von selbst zu einer Kette, und er hing sie um ihren Hals.

Sie konnte vor ihm und seinen Künsten keine Angst empfinden. Träumerisch legte sie sich ins Gras, aß einen Apfel, den er ihr aufgenötigt hatte – er hatte den Geschmack von Wein und schien auch die gleiche Wirkung zu haben – und hörte ihm zu:

Das Lachen deiner Lippen
lockt mich wie ein Kriegsruf.
Dein Bronzehaar mich bindet
mit Banden wie aus Eisen.
Nie hab ich geneigt
den Nacken unterm Joch.
Gefangen geb ich mich jetzt friedlich
den Fesseln deiner Arme.

Lachen gehört zum Leben,
Liebe und schneller Herzschlag.
Keinen andern Himmel kenn ich,
als das Kosen mit dir.
Ich flehe um deine Liebe, Frida,
nicht mehr frei ist mein Wille.
Das ist ein Zeichen, Zauberin,
wie du Skafloc gezähmt hast
.

„Das paßt doch nicht auf…“ erhob sie schwach Einspruch und wußte nicht, ob sie lächeln oder seufzen sollte.

„Natürlich paßt es! Nichts kann wahrer sein.“

„Du bist ein Heide, und ich…“

„Ich habe dir gesagt, von diesen Dingen darfst du nicht sprechen. Jetzt mußt du die Strafe bezahlen.“ Und Skafloc küßte sie mit seinem ganzen Geschick, anfangs zart und zum Schluß voller Wildheit. Einen Augenblick lang versuchte sie, ihn abzuwehren, aber sie fand die Kraft dazu nicht.

„War das so schlimm?“ lachte er.

„Nein…“ wisperte sie.

„Dein Kummer ist frisch, ich weiß. Aber er wird verblassen, und die, die dich geliebt haben, würden es gar nicht anders wollen.“

In Wirklichkeit war ihr Kummer schon verschwunden. Die Liebe zu ihren Toten blieb und der sehnsüchtige Gedanke: Hätten sie ihn doch kennenlernen können!

„Du mußt an deine Zukunft denken, Frida, und noch mehr an die Zukunft des Blutes, das jetzt nur noch in dir allein lebt. Ich biete dir die Reichtümer und Wunder von Alfheim an, und ich verlange kein anderes Heiratsgut als dein eigenes süßes Selbst, und du und alles, was dein ist, wird von mir mit all meiner Kraft beschützt werden. Doch die erste unter meinen Morgengaben ist meine unsterbliche Liebe.“

Erzwingen hätte sich diese Liebe nicht lassen, aber da sie auch von selbst gekommen wäre, beschleunigten die Elfenkünste ihr Aufblühen und das Verschwinden allen Leids.

Der Tag ging zu Ende, und es wurde Nacht in dem Sommertal. Sie lagen am Wasser und hörten eine Nachtigall. Frida schlief als erste ein. Skafloc hielt sie in seinem Arm, den anderen hatte er über ihre Brust gelegt. Er lauschte ihrem leisen Atmen und sog die Düfte ihres Haars und ihrer Menschlichkeit ein. Er spürte ihre Wärme, er dachte daran, wie sie sich mit Tränen und Lachen ihm hingegeben hatte, und plötzlich wurde ihm etwas klar.

Er hatte, hauptsächlich aus Spaß an der Sache, eine Falle für sie gestellt. Schon oft hatte er bei seinen Streifzügen durch das Land sterbliche Mädchen gesehen, aber sie waren selten allein, und wenn sie es waren, hatten sie auf ihn an Körper und Seele zu klobig gewirkt, als daß er sie für der Mühe wert gehalten hätte. In Frida fand er ein menschliches Mädchen, das Lust in ihm erwecken konnte, und er hatte wissen wollen, wie es war, bei ihr zu liegen.

Und die Falle hatte auch ihn gefangen.

Es machte ihm nichts aus. Er legte sich schläfrig ins Gras und lächelte zu dem großen Wagen hoch, der unaufhörlich um den Polarstern kreiste. Die kühlen, wissenden Elfenfrauen kannten viele Künste, aber vielleicht weil sie ihre eigenen Herzen immer wohl verwahrten, hatten sie nie die Macht gehabt, das seine zu erobern. Frida hingegen…

Lia hatte Recht gehabt. Gleiches zog es zu Gleichem.

(Online-Quelle:  Das geborstene Schwert (3): Nach Trollheim)

Fortsetzung: Das geborstene Schwert (4): Schwerttanz

Über Cernunnos

Mein Blog: "Cernunnos' Insel" https://cernunninsel.wordpress.com/
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