Das wiedergefundene Messer des Jim Bowie

Das fast 140 Jahre lang verschwundene und vor zehn Jahren (1975) wieder aufgetauchte Original-Bowie-Messer.

Das fast 140 Jahre lang verschwundene und vor zehn Jahren (1975) wieder aufgetauchte Original-Bowie-Messer.

Von Hermann Liebe, aus aus Heft 11-1985 der „Schweizer Waffen-Magazins“.

Als das Fort Alamo im texanisch-mexikanischen Krieg von 1836 von mexikanischen Truppen überrannt wurde, fiel dort auch der amerikanische Nationalheld und Abenteurer Jim Bowie, und seit dieser Zeit ist auch sein berühmtes Messer verschwunden, das er bei den Kämpfen mit sich führte.

Fast 140 Jahre wurde danach gesucht, bis der Kalifornier Bart Moore bekanntgab, dass sich Jim Bowies verlorengegangenes Messer im Besitz seiner Familie befinde, und dies schon seit vier Generationen. Bart Moores Vater, der im Koreakrieg kämpfte, führte das Bowie-Messer mit sich.

1975 begannen Messer-Experten in den USA mit der Untersuchung des Original-Bowie-Messers und wollten es anschließend in einem Museum ausstellen. Bart Moore wollte das Messer jedoch nicht zur Verfügung stellen und deponierte es in einem Banksafe. Gelegentlich holt er es dort ab, um es auf den verschiedenen Knife-Shows in den USA auszustellen. Dazu wurde ein spezieller mit Samt ausgeschlagener Holzkasten hergestellt. Bart Moore hütet das Bowie-Messer wie seinen Augapfel, wenn er es ausstellt.

Das Messer hat eine 209,6 mm lange und 41,3 mm breite Klinge, sowie einen glatten Hartholzgriff, der eine stabile Abschlusskappe am oberen Ende trägt, die aus massivem Metall besteht. Auf der Klinge ist der Name Jim Bowie eingeätzt.

Nach Beendigung des Kampfes um Fort Alamo, wo Jim Bowie zusammen mit David Crockett und dem texanischen Kommandanten Col. William Travis gefallen war, soll ein unbekannter mexikanischer Soldat, der in der Armee des Generals Antonio Lopez diente, Jim Bowies Messer in den Trümmern des Fort Alamo gefunden haben. Er behielt es viele Jahre, als er in Texas lebte. 1890 verkaufte er das Messer an den Urgroßvater von Bart Moore zum Preis von $ 5,–.

Messer-Experten erklärten, dass das Bowie-Messer aus Damaststahl hergestellt ist. Auf der Klinge befindet sich eine Inschrift, von einer Eichel umgeben, mit den Initialen „J.B.“. Diese Inschrift deutet auf James Black, einen von zwei Messerschmieden aus dem frühen 19. Jahrhundert hin, die sich in den USA auf die Herstellung von Damaststahl verstanden.

Als die Nachricht von der Wiederentdeckung des Bowie-Messers in den USA veröffentlicht wurde, erhielt die Moore-Familie einen Brief von der 87jährigen Gwendolyn M. Burk aus Mississippi, welcher auszugsweise lautet:

„Mit großem Interesse habe ich den Artikel über das Bowie-Messer in Ihrem Besitz gelesen, ich bin eine Verwandte von Rezin Pleasant Bowie, einem Bruder von Jim Bowie. Bob Snowden und mein Großvater bauten ein Messer aus einer alten Feile. Als Jim Bowie dieses Messer sah, erklärte er, dass er nach Arkansas reisen wolle, um sich auch ein solches Messer bauen zu lassen. Ich bin mir sehr sicher, dass Sie ein Original-Bowie-Messer in Ihrem Besitz haben.“

* * *

Hier noch drei Bilder des Original-Bowie-Messers von Bart Moore:

Bart Moore Bowie Knife

bart moore knife 1

bart moore knife 2

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