Rettet die Netzneutralität: Warum die Netzneutralität für das Einsetzen für weiße Interessen notwendig ist

Von Russell James, übersetzt von Lucifex. Das Original Save Net Neutrality: Why Net Neutrality Is Necessary for White Advocacy erschien am 6. Dezember 2017 auf The Occidental Observer.

Seit der kürzlichen Ankündigung, daß Trumps Federal Communications Commission (FCC) die Netzneutralität fast sicher abschaffen wird, wenn sie am 14. Dezember zu der Frage abstimmt, haben Experten auf jeder Seite der Sache ihre Meinungen eingebracht. Dies trägt zu der Verwirrung zu dem bei, was zweifellos ein sehr schwieriges, sogar schlüpfriges Thema ist. Pro-weiße Aktivisten haben es nicht verabsäumt, ihre Ansicht mitzuteilen, und manche Kreise sind von der Debatte entflammt worden, mit einem wachsenden Konsens, daß die Netzneutralität nicht gut für unsere Bewegung ist und daß wir besser dran sein werden, wenn die FCC sie beseitigt. Ich werde zu erläutern versuchen, warum sie damit völlig danebenliegen.

Was ist das Internet?

Nach einem Großteil der verwirrten Kommentare zu urteilen, scheint es, daß wir von einer kurzen (und einigermaßen vereinfachten) Einführung darin profitieren könnten, was genau das Internet ist. Das Internet ist eine wirkliche physische Sache; es ist an sich nicht irgendeine Abstraktion von Software oder Netzseiten oder Nutzern. In seiner simpelsten Form besteht es aus Maschinen (Servern, Routern etc.), die durch Kabel (technisch gesprochen, Netzwerke – daher der Ausdruck Internet) miteinander verbunden sind. Diese Maschinen führen Protokolle aus wie das File Transfer Protocol (FTP), Emails, Gopher etc. Ein Protokoll, das HyperText Transport Protocol (HTTP) ist der König des Internet. Die Netzseiten, mit denen wir uns über dieses Protokoll verbinden, machen das World Wide Web (WWW) aus. Viele setzen das WWW mit dem Internet gleich – es ist für die Zwecke dieser Diskussion wichtig, sich zu erinnern, daß sie nicht dasselbe sind.

Was ist die Netzneutralität?

Der Wikipedia-Artikel über die Netzneutralität gibt eine überraschend brauchbare Definition:

Netzneutralität ist das Prinzip, daß Internet-Dienstleister alle Daten im Internet gleich behandeln müssen und nicht abhängig von Nutzer, Inhalt, Netzseite, Plattform, Anwendung, Typ der verbundenen Geräte oder Kommunikationsmethode diskriminieren oder unterschiedliche Gebühren verlangen dürfen. Zum Beispiel können Internetdienstleister nach diesen Prinzipien nicht absichtlich spezifische Netzseiten und Online-Inhalte sperren, verlangsamen oder Geld verlangen.

Kurz und bündig ausgedrückt, bedeutet Netzneutralität, daß aller Internetverkehr gleich behandelt werden muß.

Behalten Sie die obigen Definitionen im Kopf, während wir die Argumente gegen die Netzneutralität untersuchen und zeigen, warum sie falsch sind.

Auseinandernehmen der Argumente gegen die Netzneutralität

Nach dem Lesen der Artikel und dem Anhören der Podcasts einer Handvoll von Alt-Right-Experten, die dafür sind, das FCC sie beseitigen zu lassen, konnte ich ihre Kommentare auf sechs grundlegende Argumente gegen die Netzneutralität eindampfen.

Argument 1: Unsere Feinde, große Silicon-Valley-Megakonzerne (besonders Social-Media-Webseiten wie Google, YouTube, Twitter etc.), sind für die Netzneutralität, daher muß sie falsch sein.

Erstens sollte offensichtlich sein, daß unsere Feinde, obwohl sie extrem mächtig sind, nicht unfehlbar sind. Nur weil sie denken, daß etwas gut für sie ist, bedeutet das nicht, daß es gut für sie ist, und selbst wenn es das ist, bedeutet das nicht unbedingt, daß es schlecht für uns ist.

Zweitens, und wichtiger, ist es wahrscheinlicher, daß diese Megakonzerne bloß Tugendsignalisierung gegenüber ihren Unterstützern unter den Social Justice Warriors (SJW, Soziale Gerechtigkeitskrieger) betreiben und insgeheim hinter den Kulissen an der Förderung des Endes der Netzneutralität arbeiten. Dennoch gibt es einen schlüssigen Grund, warum diese großen Seiten die Netzneutralität beibehalten wollen könnten: ohne sie werden Internetprovider ihnen mehr Geld dafür berechnen können, daß sie Daten über ihre Kabel schicken (mehr dazu weiter unten).

Nebenbei bemerkt ist es vielleicht erbaulich zu verstehen, daß SJWs aus all den falschen Gründen für die Beibehaltung der Netzneutralität sind. Sie streben wie wir von der pro-weißen Rechten danach, die Redefreiheit zu bewahren, weil sie sich als diskriminierte Dissidenten sehen, deren Stimmen ohne Redefreiheit nicht gehört würden. Natürlich irren sie sich: sie sind keine Opfer von Diskriminierung. Sie sind die Ermächtigten – nützliche Idioten und Schachfiguren des Regimes, die begünstigt, nicht diskriminiert werden. Die Ähnlichkeiten zwischen der kulturmarxistischen Linken und der weißen Rechten gehen noch weiter, wenn wir verstehen, daß es die Grundüberzeugung beider Gruppen ist, daß es eine Verschwörung von Eliten zur Beherrschung des Globus gibt. Der einzige Unterschied ist, daß SJWs an die Verschwörungstheorie glauben, daß jene Eliten „reiche weiße Männer“ sind (unter Ignorierung der Rolle der Juden als treibende Kraft in dieser Elite), während wir an die Tatsache glauben, daß dies den wahren Interessen der Weißen entgegenwirkt. Der Unterschied bedeutet alles.

Argument 2: Bei der Netzneutralität geht es um die Sicherstellung, daß Seiten mit großer Bandbreite (wie Netflix) die Kosten auf dem Netzwerk von anderen niedrig halten können und sie sich daher nie auf kleine Operationen wie die Netzseiten weißer Nationalisten auswirken wird.

Während der erste Teil davon wahr ist, ist der zweite Teil offenkundig absurd. Sobald die Netzneutralität beseitigt ist, wird es nichts geben, das Internetprovider (ISPs, Internet Service Providers) daran hindert, ihre neuen Befugnisse auf die Regulierung des Zugriffs auf unsere Seiten auszudehnen. Und natürlich werden sie das tun, wenn schon aus keinem anderen Grund als dem, daß sie von den Linken dazu gedrängt werden – auf die gleiche Weise, wie sie Druck auf Werbekunden von Programmen ausüben, die ihnen nicht passen.

Ich kann vorhersehen, wie sich die Netzblockierung oder Bandbreitendrosselung unserer Netzseiten ziemlich in derselben Weise entwickeln wird, wie es die „Hassredegesetze“ in Kanada taten. „Hassredegesetze“ wurden in Kanada vor Jahrzehnten beschlossen, aber sie klagten bis ungefähr vor dem letzten Jahrzehnt niemanden wegen deren Verletzung an. Dies ermöglichte es ihnen, die Bestürzung zu zerstreuen, wenn Leute alarmiert wurden, einfach indem sie sagten: „Oh, dieses Gesetz ist nicht neu; es steht seit Jahren drin.“ Wie beim kanadischen „Hassrede“-Szenario wird zuerst nicht viel passieren. Unsere Seiten werden lustig dahinbrummen. Aber dann, sowie sie zu wachsen beginnen, werden sie von ständig steigenden Rechnungen für die Bandbreite getroffen werden, oder sie werden stark gedrosselt oder überhaupt blockiert werden. Weil es langsam passieren wird und Jahre nach dem Politikwechsel der FCC, und weil Weiße, besonders weiße Männer, einen grundsätzlichen Instinkt haben zu glauben, daß wir bezahlen sollten für das, was wir bekommen, und daß es nur fair sei, wenn unsere Daten über das Netzwerk von jemand anderem transportiert werden, daß wir unseren Anteil bezahlen, wird es für den Durchschnittsmenschen extrem schwierig werden, zwei und zwei zusammenzuzählen und zu verstehen, daß diese Veränderung einen vorsätzlichen Versuch darstellt, die Stimme des weißen Amerika zum Schweigen zu bringen.

Argument Nr. 3: Die Netzneutralität existierte nicht, bis Obamas FCC sie am 26. Februar 2015 einführte. Seit damals haben die Social-Media-Firmen uns zunehmend aus dem Netz vertrieben, also wie könnte uns eine Veränderung der Politik, die Beseitigung der Netzneutralität, überhaupt schaden?

Weil es so viele Fehler in diesem Argument gibt, macht es Spaß, es auseinanderzunehmen.

Zunächst einmal ist die Netzneutralität nicht neu – sie ist so alt wie das Internet selbst. Sie war eines der Gründungsprinzipien des Advanced Research Projects Agency Network (ARPANET) des Department of Defense (DoD, amerikanisches Verteidigungsministerium), welches das ursprüngliche Internetzwerk war, das schließlich zu dem wurde, was wir als das Internet kennen. Die Title-II-Regelung der FCC vom Februar 2015 machte die Netzneutralität zum Gesetz, aber sie war bereits davor während der fast ein halbes Jahrhundert dauernden Existenz des Netzes der de-facto-Stand der Dinge. Die Regelung kam zustande, weil die großen Internetprovider sich von dem offenen Internet, das von der Netzneutralität versprochen wurde, zurückziehen und ein Bezahlschema einführen wollten. Der öffentliche Aufschrei veranlaßte die Obama-Regierung zum Handeln, was in der Regelung resultierte.

Die Vorstellung, daß wir uns von den Internetprovidern diskriminieren lassen sollten, weil große Social-Media-Seiten von Silicon Valley unsere Accounts suspendieren, blockieren und/oder verdeckt sperren, ist schwer zu begreifen. Es ist ungefähr so, als würde man sagen, weil jemand einen zum Kampf auf Leben und Tod in einen Käfig gesperrt und den Gegner mit einem Messer bewaffnet hat, könnte es einem nicht schaden, wenn sie dem Schiedsrichter erlauben würden, sich dem Gegner im Kampf anzuschließen, und ihm eine Schußwaffe gäben.

Ein Grund, den ein Alt-Right-Experte für die Unterstützung des Endes der Netzneutralität angab, war, daß er glaubte, ihr Ende würde den Nettoprofiten der Social-Media-Giganten schaden. Das wird es natürlich, aber die Auswirkung wird geringfügig sein und nicht mehr darstellen als eine kleine Verkehrsschwelle auf der Informationsautobahn. Auf der anderen Seite wird es eine Sackgasse für Weißenfürsprecher sein, wenn zum Beispiel die Leute extra bezahlen müßten, um auf pro-weiße Seiten zu gehen. Gegenwärtig haben wir wegen der Titel-II-Regelung der FCC ein Rechtsmittel, wenn Internetprovider uns zu diskriminieren versuchen; wenn sie die Netzneutralität mit ihrer bevorstehenden Abstimmung am 14. Dezember beseitigen, werden wir dieses Rechtsmittel verlieren.

Es ist auch wichtig festzuhalten, daß wir doch ein Rechtsmittel gegen die großen Social-Media-Seiten haben, die uns diskriminieren. Viel ist über die Tatsache gesagt worden, daß diese Konzerne uns unsere Rechte auf Redefreiheit verweigern können, weil sie als private Körperschaften nicht durch den Ersten Verfassungszusatz gebunden sind. Was jeder vergessen zu haben scheint, ist, daß sie durch das Bürgerrechtsgesetz von 1964 gebunden sind, das die Durchsetzung von Firmenpolitik in einer Weise verbietet, die sich negativ auf irgendein Mitglied einer der Gruppen auswirkt, aus denen die vier geschützten Klassen bestehen. Eine dieser Klassen ist Rasse (die anderen sind Religion, Geschlecht und nationale Herkunft). Die Tatsache, daß sie Nichtweiße all die Dinge sagen lassen, von denen sie behaupten, daß sie Verletzungen ihrer Nutzerbestimmungen sind und daher ein Grund, uns zu bestrafen (durch Suspendierung oder Löschung unserer Accounts), aber sie nicht bestrafen, ist ein Grund für eine massive Sammelklage. Wir brauchen bloß einen Anwalt mit dem Mut zu deren Annahme zu finden.

Argument 4: Internetprovider werden uns nicht blockieren, weil wir ihre Kunden sind und sie ihren Kunden nicht schaden wollen.

Das grundsätzliche Problem damit ist, daß wir, während wir auf einer Ebene Kunden sind, die Internetzugang von ihnen kaufen, auf einer anderen Ebene auch Konkurrenten sind, die den Konsumenten Inhalte anbieten, die über ihre Netzwerk-„Leitungen“ fließen. Es sollte leicht zu verstehen sein, warum sie ihren Konkurrenten schaden wollen könnten.

Eine gute Analogie ist das Straßensystem. Stellen Sie sich vor, eine kleine Handvoll großer Frächterkonzerne würde die Erlaubnis bekommen, die Straßennetzwerke des Landes zu regulieren, und sie könnten unterschiedliche Zahlungssätze und Tempolimits anwenden und/oder ihren kleineren Konkurrenten den Zugang zu den Straßen überhaupt verwehren. Wie lange, glauben Sie, würden ihre Konkurrenten noch im Geschäft sein? Dies ist genau die Situation, in der Weißenfürsprecher sich mit dem Ende der Netzneutralität befinden werden.

Argument 5: Die Netzneutralität stellt eine Regulierung durch die Regierung dar, die das freie und offene Internet vermurksen wird.

Den offenkundigen Fehler in diesem klassischen trotzkistisch-sozialistisch-konzernorientierten-Neocon-Argument zu erkennen, ist für die meisten erfahrenen Nationalisten leicht, aber es ist betonenswert, daß man uns auf die eine oder andere Art regulieren wird. Das einzige, das wir entscheiden müssen, ist, ob wir vom Staat oder von den Konzernen reguliert werden wollen. Die Geschichte lehrt, daß es, wenn es um Infrastruktur-Netzwerke geht (was einmal „natürliche Monopole“ genannt wurde: Dinge wie Straßen, öffentliche Wasserleitungen, Kommunikationsnetzwerke etc.), immer am besten ist, sie durch die öffentliche Sphäre regulieren zu lassen.

Auf der anderen Seite stellen manche Titel-II-Bestimmungen eine unangemessene Ausweitung uns Usurpation durch die FCC dar und sollten eingeschränkt werden. Die Netzneutralität durchzusetzen ist gut, aber der FCC eine breite Vetobefugnis hinsichtlich innovativer Startups zu geben, ist es nicht. Modifizieren wir Titel II, aber schütten wir nicht das Kind mit dem Badewasser aus.

Argument 6: Die negative Auswirkung des Endes der Netzneutralität wird die Leute alarmieren und eine Diskussion über die Redefreiheit im Internet erzwingen.

Höchst unwahrscheinlich. Wie ich oben beschrieben habe, sind unsere Feinde sehr erfahren darin, drakonische Regeln einzuführen. Die harscheren Aspekte der Konzernherrschaft über das Internet werden nicht sofort umgesetzt werden. Sie werden sich Zeit lassen und es langsam tun. Unsere Gegenüber verstehen sich allzu gut darauf, einen Frosch zu kochen. Sie werden uns nicht direkt ins kochende Wasser werfen, weil sie wissen, daß wir herauszuspringen versuchen werden. Sie werden eine schön behagliche Temperatur beibehalten und die Hitze langsam aufdrehen, bis es zu spät ist.

Schlußfolgerung

Falls die FCC für die Beseitigung der Netzneutralität stimmt, werden pro-weiße Stimmen daran gehindert werden, ein Publikum zu erreichen und/oder zu behalten. Es wird nicht schnell passieren. Sie werden langsam vorgehen, um eine Alarmierung der Leute zu verhindern. Aber innerhalb eines Jahrzehnts werden wir wieder in den schlechten alten Zeiten einer kleinen Handvoll von Mega-Medienkonzernen sein, die den Informationsfluß kontrollieren, gut möglich in jüdischem Besitz.

Ergänzungen

Silberstreifen

Es könnte ein paar Silberstreifen in der kommenden Wolke der Netzzensur geben.

1)    Erhöhte Kosten könnten es Weißenfürsprechern leichter machen, Geld zu sammeln, weil die gestiegenen Kosten es offensichtlicher machen würden, warum unser Publikum spenden sollte. In der Vergangenheit hatten wir Schwierigkeiten, unser Publikum verstehen zu lassen, wie teuer es ist, hochwertige Medien zu gründen und zu betreiben. Ich habe herausgefunden, daß Leute sehr großzügig spenden, um beim Bezahlen von Fixkosten wie Domainnamenregistrierung, Webhosting-Gebühren etc. zu helfen, aber im Allgemeinen sind sie nicht bereit, zu Arbeitskosten beizutragen, weil sie sie unterschätzen. Sie sehen viel zu oft bloß das Endergebnis und erkennen nicht all die Mühe, die notwendig war, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Zum Beispiel hören sie einen halbstündigen Podcast an und denken, wir bräuchten nur eine halbe Stunde pro Woche, um den Podcast zu produzieren, und verstehen nicht all den Aufwand, der vielleicht nötig ist, um Gäste zu buchen, Themen zu recherchieren, Faktencheck zu betreiben etc.

2)    Es könnte eine Chance für Weißenfürsprecher sein, einen konkurrierenden Internetprovider zu gründen, der seinen Kunden Netzneutralität garantiert.

Während diese Vorschläge meinen Versuch darstellen, einer unzweifelhaft sehr negativen Entwicklung eine positive Darstellung zu geben, wäre es bei weitem besser, wenn wir die FCC einfach daran hindern könnten, die Netzneutralität am 14. Dezember zu beenden.

*   *   *   *   *   *   *

Anhang des Übersetzers:

Wie ich bereits in diesem Kommentar verlinkt habe, hat die FCC inzwischen leider tatsächlich für die Abschaffung der Netzneutralität gestimmt. Hier ist der Artikel von futurezone.at, den ich in diesem Kommentar präsentiert habe:

US-Telekomaufsicht schafft Netzneutralität ab

Die drei republikanischen Mitglieder der Kommission haben mit ihren Stimmen das Ende der Regeln besiegelt, die die Netzneutralität in den USA garantieren sollten.

Die amerikanische Telekommunikationsaufsicht FCC hat die strikten Regeln zur Gleichbehandlung von Daten im Internet aufgeweicht, die 2015 erlassen wurden, um ein freies und offenes Internet zu garantieren. Drei Mitglieder der fünfköpfigen Kommission stimmten am Donnerstag in Washington einem Vorschlag zu, der die Aufhebung der bisherigen konsequenten Umsetzung der sogenannten Netzneutralität vorsieht. Damit setzten sich die Internetprovider unter Führung von AT&T, Comcast und Verizon durch. Sie lobbyierten seit Einführung der Regeln für eine Abschaffung, weil eine Einhaltung der Netzneutralität sie zu reinen Infrastrukturanbietern macht.

Mit der Entscheidung vom Donnerstag können sie jetzt aber eigene Services gegenüber Konkurrenten bevorzugen, Geld für die schnellere Übertragung von Inhalten verlangen, die Zugänge zu diversen Dienstleistungen von den Datenlimits ihrer Kunden ausnehmen und den Zugang zu bestimmten Angeboten für ihre Kunden unter Umständen sogar sperren. Der New Yorker Generalstaatsanwalt hat bereits angekündigt, gemeinsam mit anderen Bundesstaaten eine Klage gegen die Entscheidung einbringen zu wollen. Auch die American Civil Liberties Union will vor Gericht ziehen, Facebook und die Google-Mutter Alphabet wollen ein rechtliches Vorgehen prüfen.

Der Grundsatz der Netzneutralität besagt, dass alle Daten gleich behandelt werden müssen. Bisher war es Netzbetreibern in den USA wie AT&T, Verizon oder Comcast untersagt, bestimmten Datenverkehr zu blockieren oder zu verlangsamen, um anderen Inhalten Vorrang zu geben. Nach der neuen Regelung können Webdienste nun für eine bevorzugte Behandlung bezahlen. Die Netzbetreiber müssen offenlegen, ob sie Anbietern höhere Geschwindigkeiten einräumen. Online-Dienste wie Google, Facebook, Amazon und Netflix fürchten, dass sie von den Betreibern nun stärker zur Kasse gebeten werden könnten. Kritiker warnten auch, dass es gerade für große Internet-Firmen leichter sein wird, sich eine Überholspur im Netz zu kaufen – während junge Start-ups dafür kein Geld haben und benachteiligt wären.

http://anonym.to/?https://futurezone.at/netzpolitik/us-telekomaufsicht-schafft-netzneutralitaet-ab/302.101.943

Siehe auch:

Protokolle der Weisen von Google von Matt Parrott

Google und die ADL: Geschichte wird ausradiert von Kevin Alfred Strom

Die drei Meter hohe Mauer von Kevin Alfred Strom

„Die Meinungsmutigen“ wollen ein Ende der Anonymität im Internet von Deep Roots

Heimlich, still und leise: Attacke auf das freie Internet von Osimandia

Censorware gegen den Ersten Verfassungszusatz von Andrew Hamilton

Wie das Internet der Dinge das Eigentum beseitigt von Adam Rowe

Über Cernunnos

Mein Blog: "Cernunnos' Insel" https://cernunninsel.wordpress.com/
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